7. März: Demo “No Lager for Women! Abolish all Lagers!” in Potsdam

7. März 2015, 14:00h, Potsdam Hbf

(English version below)

Liebe Freund*Innen von Women in Exile,

zur Erinnerung hier noch mal unser Demo-Aufruf. Bitte unterstützen Sie /
unterstützt uns dabei, die Demo bekannt zu machen!

Wir freuen uns sehr, wenn der Aufruf
<http://women-in-exile.net/2015/02/11/7-3-15-demo-und-protestaktion-vor-dem-brandenburger-landtag/&gt;
verlinkt, weitergeleitet und auf möglichtst vielen Webseiten
veröffentlicht wird.

Die Demo auf Twitter: https://twitter.com/women_in_exile
Die Demo als facebook-event:

https://www.facebook.com/events/378483645666225/?pnref=story

Downloads des Aufrufs in verschiedenen Sprachen hier:

http://women-in-exile.net/2015/02/11/renewed-call-of-no-lager-for-women-abolish-all-lagers

<http://women-in-exile.net/files/2015/02/appel-pas-de-camps-pour-les-femmes-abolition-de-tous-les-camps.pdf&gt;

Zum Hintergund der Demonstration finden Sie / findet ihr aktuelle
Informationen auf unserer Homepage. Zum Beispiel:

Leipzig: geplante Massenunterkunft beschlossen
<http://women-in-exile.net/2015/02/26/brandenburg-dschungelheim-mitten-im-wald-geplant/&gt;

Brandenburg: “Dschungelheim” mitten im Wald geplant
<http://women-in-exile.net/2015/02/26/brandenburg-dschungelheim-mitten-im-wald-geplant/&gt;

Berlin: Menschenunwürdige Unterbringung von Asylsuchenden
<http://women-in-exile.net/2015/02/25/berlin-menschenunwuerdige-unterbringung-von-asylsuchenden/&gt;

Brandenburg: Isolierte Massenunterkunft im Wald geplant
<http://women-in-exile.net/2015/01/27/brandenburg-isolierte-massenunterkunft-im-wald-geplant/&gt;

Beste Grüße
Elisabeth Ngari
Women in Exile e.V. <http://women-in-exile.net/&gt;

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Erneuter Aufruf: „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“
Samstag, 7. März 2015, 14°° Potsdam Hbf
Demo und Protestaktion vor dem Landtagsgebäude

Beim Feiern des Internationalen Frauentags 2015 wollen wir genau
hinsehen, wie die Landesregierung Brandenburgs und die Bundesregierung
Deutschland uns behandelt: In den letzten Jahren haben wir sie immer
wieder aufgefordert, zumindest Frauen und Kindern die Möglichkeit zu
geben, aus den Lagern auszuziehen. Trotzdem sehen wir, dass den lokalen
Behörden Geld zur Verfügung gestellt wird, mit dem sie bereits
existierende isoliert liegende Lager ausbauen, und zu den bereits
bestehenden Lagern neue dazu kommen.
Wir sehen keine Veränderung unserer Situation: Immer noch liegt die
Mindestquadratmeterzahl, die Asylsuchenden zugeteilt wird, bei
6qm pro Person. Immer noch werden wir oft mit der Unterbringung in
abgelegenen Unterkünften ausgegrenzt und sind damit rassistischen
Angriffen ausgeliefert. Immer noch wird uns selten die Möglichkeiten
gegeben, in privaten Wohnungen zu leben wie andere Menschen auch. Und
mit einer Änderung des Baurechts ist nun auch das Bauen von Lagern in
Gewerbegebieten erlaubt.
Flüchtlingsfrauen leiden darunter am meisten. Denn normalerweise sind
die Frauen diejenigen, die sich verantwortlich fühlen, unter solchen
menschenunwürdigen Lebensbedingungen den Alltag für die ganze Familie zu
organisieren.

Deshalb erneuern wir unseren Appell: „Keine Lager für Frauen! Alle Lager
abschaffen!“

Wir fordern von der Bundesregierung: Beenden Sie ihre rückwärtsgewandte
Abschreckungspolitik der 90er-Jahre, die das Ziel hat, Flüchtlinge von
der Einreise nach Deutschland abzuhalten oder sie zum Zurückkehren zu
zwingen!

Wir fordern von den Landesregierungen: Erlassen Sie landesweite
Regelungen, die die Landkreise und Bezirke anweisen, Flüchtlinge in
Wohnungen unterzubringen – vor allem die Frauen und Kinder!

Wir fordern von den lokalen Behörden: Integrieren Sie Flüchtlinge in
Ihre Landkreise und Bezirke, indem Sie ihnen die Möglichkeit geben, in
Wohnungen – wo immer sie wollen – zu leben

An alle Flüchtlingsfrauen: Lasst uns gemeinsam ein menschenwürdiges
Leben für alle einfordern! An alle Frauenorganisationen, feministischen
Organisationen,an alle antirassistischen und
Menschenrechtsorganisationen: Unterstützt uns und unsere Forderungen!
Kommt zahlreich und gemeinsam mit Asylsuchenden aus euer Nachbarschaft!

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Dear friends,

as a reminder I’m sending you once again our demo call for the 7th of
March in Potsdam. Please support us mobilising for our demo by spreading
our call in you groups, networks, organizations etc.

To all Refugee Women: Come to our demonstration and bring your friends
and family, we will cover for transport costs. Let us together demand a
human life for all!

To all women’s organizations, feminist organizations, all anti-racist
and human-rights organizations: Support us and our demands! Come
numerous and together with asylum seekers from your neighborhood!

Our Demo-Call in differend languages:

http://women-in-exile.net/2015/02/11/renewed-call-of-no-lager-for-women-abolish-all-lagers

<http://women-in-exile.net/files/2015/02/appel-pas-de-camps-pour-les-femmes-abolition-de-tous-les-camps.pdf&gt;

* Appel Pas de camps pour les femmes ! Abolition de tous les camps!
<http://women-in-exile.net/files/2015/02/appel-pas-de-camps-pour-les-femmes-abolition-de-tous-les-camps.pdf&gt;
* Call „No lager for women! Abolish all lagers!”
<http://women-in-exile.net/files/2015/02/call-no-lager-for-women-abolish-all-lagers.pdf&gt;
* Aufruf „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“
<http://women-in-exile.net/files/2015/02/aufruf-keine-lager-fuer-frauen-alle-lager-abschaffen.pdf&gt;
* Kilio kipya! <http://women-in-exile.net/files/2015/02/kilio-kipya.pdf&gt;
* Aufruf in Farsi
<http://women-in-exile.net/files/2015/02/wie-back-farsi.pdf&gt;

Our Demo Call on Twitter: https://twitter.com/women_in_exile
Our Demo-Call on facebook:

https://www.facebook.com/events/378483645666225/?pnref=story

A good weekend to you all,
and best regards
Elisabeth Ngari

________________________________
**Women in Exile**

http://women-in-exile.net

info@women-in-exile.net
Rudolf-Breitscheid-Straße 164
14482 Potsdam
‚Women in Exile‘ ist eine Initiative von Flüchtlingsfrauen, die sich
2002 in Brandenburg zusammen gefunden haben, um für ihre Rechte zu
kämpfen. Women in Exile e.V. ist als gemeinnützig anerkannt.
*Stay in touch! Infomails bestellen:* Wer regelmäßig über unsere Arbeit
informiert werden möchte, kann uns eine Mail mit dem Betreff “subscribe”
schicken.
*Support us! Spendenkonto:* Women in Exile e.V., IBAN:
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Posterkampagne: Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt Forum

Das „Sammeln“ von Kultur- und Kunstobjekten zählte zu den
Lieblingsbeschäftigungen vieler „Forschungsreisender“ und Kolonialisten.
So ist ein Großteil der ethnologischen Objekte, die im Humboldt-Forum im
rekonstruierten Berliner Schloss ausgestellt werden sollen, während der
Kolonialzeit „erworben“ worden – ein erheblicher Anteil stammt direkt
aus den ehemaligen deutschen Kolonien. In vielen Fällen wurden wertvolle
Kulturgüter aber nicht freiwillig verschenkt oder verkauft. Sie wurden
erschlichen, erpresst oder einfach geplündert. Im Berliner Schloss soll
nun mit Hilfe dieser Objekte der „Dialog der Kulturen“ in die Mitte der
Stadt gerückt werden.

Im Rahmen der Kampagne „No Humboldt 21!“ treten wir diesem zynischen
Prestigeprojekt entgegen, indem wir exemplarische Objekte mit
problematischen Erwerbsgeschichten auf Postern in den öffentlichen Raum
tragen. Wir fordern Berlins Staatliche Museen zu mehr Transparenz und
zum respektvollen Dialog mit den Herkunftsgesellschaften auf, die selbst
entscheiden sollten, was mit ihren Schätzen geschieht.

Mehr dazu in unserem aktuellen Newsletter:

http://us3.campaign-archive1.com/?u=d242df97b2b57573a1835d621&id=c75fe8d4a5&e=ed20ab6e48

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5.3.: Women’s Resistance Against Illegalisation & Lager – Solidaridance at Jockel 19.30

Do All Women Have Equal Rights?

Women’s Resistance Against Illegalisation & Lager

Part I: Activists’ Reports from Respect! & Women’s Space

Info event & soli party!

5.3. Solidaridance at Jockel (Ratiborstr. 14c, Kreuzberg) 19.30

wheelchair accessible // smoke-free during info event

As activists from Respect!, Women’s Space & Women in Exile, we invite you to 2 consecutive events to raise awareness about our struggle against illegalisation & Lager:

On March 5, Respect! will report on the situation of illegalised women workers in the city of Berlin, on their surviving strategies & their collective organization. The Women’s Space will tell you what it takes to access medical care & family planning in the conditions of isolation imposed by the “bush Lagers” & by the bureaucratic rule of our lives. We will explain what it means to be a mother in exile, struggling for the right to a self-determined life & to education, for ourselves & for our children. We will also try to tell you what it takes to relate to our female bodies, while being forced to live in a crowded, filthy Sammelunterkunft*.

We carry a “double burden”. We struggle not only as Refugees or illegalised persons, but also as women: In March, we demonstrate twice! On March 8, for women’s rights & for their visibility. On March 7, Women in Exile call to demonstrate in Potsdam against the Lager, the racist asylum system & its deportations.

With the funds raised by the info event & party on March 5, we want to continue our friend & fellow activist Sista Mimi’s support for her daughter’s education. We lost her last December after 20 years of human rights activism in Germany.

In the 2nd event, on April 2, Women in Exile will talk about the inhumane living conditions in the Lager & our motivation to fight against it with a focus on women & children. On this occasion, funds will be raised for the group’s work.

Join our struggle!

Demonstrate with us on March 7 in Potsdam!

Come to our info events on March 5 & April 2 at Jockel!

Updates: https://www.facebook.com/events/1036892689672044

5.3. mahnwache für burak bektas und pressegespräch beim nsu-prozess münchen

"Der Mord an Burak - eine NSU-Nachahmungstat?" - Mahnwache und 
Pressegespräch beim NSU-Prozess in München

5. März 2015 // 8.30 – 14 Uhr // vor dem OLG München (Nymphenburger 
Straße 16)

Wer hat Burak ermordet? War das Motiv wieder Rassismus?
Handelt es sich um eine NSU-Nachahmungstat? Wir wollen Antworten!

Einen Monat vor dem dritten Jahrestag des Mordes an Burak Bektaş stellen 
wir wütend fest: Es kann nicht sein, dass die polizeilichen Ermittlungen 
nicht vorangehen! Deshalb fahren wir gemeinsam mit Melek Bektaş und 
Familie nach München, um die Zusammenhänge zwischen dem Mord an Burak 
und den NSU-Morden zu verdeutlichen, sowie gezielte Ermittlungen in 
Richtung eines rassistischen Mordanschlags zu fordern. Wir halten eine 
Mahnwache vor dem Oberlandesgericht ab, präsentieren dort in einer 
Ausstellung unsere Arbeit und wenden uns in einem Pressegespräch an die 
Öffentlichkeit.

Zum Hintergrund:

Ein halbes Jahr nach dem Auffliegen des NSU wurde Burak Bektaş in 
Berlin-Neukölln von einem unbekannten Täter erschossen. Zwei weitere 
Jugendliche wurden durch weitere Schüsse lebensgefährlich verletzt. Der 
– nach Zeugenaussagen – weiße Täter konnte mit Waffen umgehen und führte 
den Mordanschlag wortlos und kaltblütig aus. Den Ermittlungsbehörden 
fehlt jedes Motiv, wir dagegen sehen deutliche Parallelen zu den Morden 
des NSU.

Auch der Mordanschlag auf die Jugendlichen in Neukölln könnte dem 
Vorgehen nach den Beschreibungen von Anschlägen aus neonazistischen 
Terrorkonzepten wie den "Turner Tagebüchern", "Eine Bewegung in Waffen" 
oder dem "White Resistance Manual" aus dem "Blood and Honour"-Netzwerk 
entsprechen. Darin wird ein bewaffneter "Rassenkrieg" propagiert, für 
den neben dem Konzept neonazistischer Kleinstzellen auch die Option des 
Einzelkämpfers genannt wird. Hierbei handelt es sich um ein einziges, 
hoch motiviertes Individuum, das alleine Aktionen durchführen kann. 
Diese "Ein-Personen-Zelle" sei undurchdringlich für die Strafverfolgung. 
Es gelte die "Propaganda der Tat", die ausgeführten Mordanschläge sollen 
ohne Bekennerschreiben für sich selbst sprechen. Dass die Erschießung 
Burak Bektas in der Neonazi-Szene begrüßt und als möglicher 
rassistischer Mordanschlag gelesen und verstanden wird, belegt etwa die 
im Internet veröffentlichte Sympathiebekundung einer jungen Frau, die 
sich auf ihrem Facebook-Profil zum "Nationalen Sozialismus" bekennt, mit 
den Protagonisten der Neuköllner Neonazi-Szene gut bekannt und 
befreundet ist und zum Mordzeitpunkt direkt neben dem Tatort gewohnt 
hatte. Darüberhinaus verdeutlichen über 220 polizeilich registrierte 
Straftaten mit positiver NSU-Bezugnahme, dass Nachahmungstaten in der 
Neonazi-Szene propagiert werden und als mögliches Motiv in Betracht 
kommen.

Drei Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU hat die Polizei ihre 
Arbeitsweise nicht wesentlich verändert. Auch bei den polizeilichen 
Ermittlungen sehen wir Parallelen zwischen jenen im Zuge der Morde des 
NSU und denjenigen zur Ermordung Burak Bektaş. Beim Mord an Burak 
gerieten nicht zuerst - und nach den Morden des NSU wäre das sehr 
naheliegend gewesen - Neonazis ins Visier der Ermittler, sondern ein 
völlig unbeteiligter Mensch mit türkischem Namen. Die Ermittlungsakte 
trägt bis heute seinen Namen. Ermittlungsschritte dagegen in Richtung 
eines rassistischen Mordanschlags bzw. einer NSU-Nachahmungstat 
erfolgten unserer Informationslage nach bestenfalls halbherzig. Nicht 
nur deshalb erklären sich NSU-Nebenklageanwälte im Vorfeld des dritten 
Jahrestages des Mordes an Burak Bektaş solidarisch mit dessen Familie, 
den Angehörigen und Freunden und fordern Konsequenzen aus den 
Ermittlungen gegen den NSU.

Wir sind heute, fast drei Jahre nach dem Mord ziemlich sicher, dass von 
den Ermittlungsbehörden keine Aufklärung zu erwarten ist. Dennoch wollen 
wir Antworten auf unsere Fragen, Antworten die uns die deutschen 
Behörden und Politik nicht geben – soviel ist uns nach den Vorgängen um 
den NSU klargeworden. Nur durch politischen Druck werden wir Antworten 
bekommen. Deshalb werden wir nicht Ruhe geben, bis wir wissen, wer Burak 
getötet und Jamal und Alex so schwer verletzt hat!

Unterstützt uns in München! Verbreitet die Informationen!
Es gibt noch freie Plätze für die Fahrt nach München ab Berlin Neukölln 
(4.3. um 13 Uhr). Rückkehr ist am 5.3. abends. Meldet euch bei der 
Initiative, wenn ihr mitfahren wollt!
https://www.facebook.com/events/1420083384952145

Kommt am 5. April nach Berlin-Neukölln zum Tatort um gemeinsam unserer 
Trauer und Wut Ausdruck zu verleihen!

Termine in Berlin zum dritten Jahrestag des Mordes an Burak:

5. April 2015 um 14 Uhr: Versammlung am Tatort
https://www.facebook.com/events/799782743390478

17. April 2015: Veranstaltung “Bilanz ziehen – Drei Jahre nach dem Mord 
an Burak Bektaş”

aktuelle Infos und ausführliche Hintergründe:
http://burak.blogsport.de/
http://facebook.de/burak.unvergessen

Oury-Jalloh-Initiative: Prozess in Dessau geht weiter!

*Initiative in Gedenken an Oury Jalloh steht in Dessau weitere sieben
Tage vor Gericht! *
Die Beweise für die Ermordung von Oury Jalloh im Dessauer
Polizeigewahrsam sind eindeutig!
Kein Feuerzeug, kein Noradrenalin im Urin, kein Kohlenmonoxid im
Herzblut. Es muss eine größere Menge Brandbeschleuniger zum Einsatz
gekommen sein, um ein so großes Ausmaß der Verbrennungen des Körpers und
der Matratze überhaupt zu erreichen.

*Fest steht: Oury Jalloh wurde am 7.1.2005 in der Zelle 5 des
Polizeireviers Dessau angekettet und angezündet. *

Trotz vorliegender Beweise klärt die Dessauer Staatsanwaltschaft den
Mord an Oury Jalloh nicht auf und bemüht sich statt dessen, einzelne
Aktivisten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh strafrechtlich zu
verfolgen.

„Dieser Prozess, hier vor dem Amtsgericht Dessau, ist die Fortsetzung
juristischer und polizeilicher Ungeheuerlichkeiten, die wir bereits vor
den Landgerichten Dessau und Magdeburg, oder auch am Bundesgerichtshof
in Karlsruhe, miterleben mussten. Staatsanwälte und Richter haben die
Aufklärung der Todesumstände von Oury Jalloh verweigert. Sie haben sich
zu schützenden Komplitzen der Täter gemacht. Genau deshalb sitzen wir
auch hier, weil wir die große Lüge, Oury Jalloh habe sich selbst
angezündet, eindeutig widerlegen können.“
Ursprünglich war der Prozess auf vier Tage angesetzt. Mittlerweile hat
der vorsitzende Richter Rosenberg elf weitere Verhandlungstage
terminiert. Rosenbergs Prozessführung ist schikanös. Seine ganze Haltung
ist einseitig und vorverurteilend, weshalb Angeklagte und Verteidiger
bereits vier Befangenheitsanträge gestellt haben. Natürlich ohne Erfolg.
Schliesslich entscheiden über die Anträge der Angeklagten und
Verteidiger wiederum Dessauer Richter, die ebenfalls schon mit dem Fall
von Oury Jalloh zu tun hatten.

“Dass wir überhaupt vor einem Dessauer Richter stehen und dazu noch von
der Dessauer Staatsanwaltschaft angeklagt werden, das ist völlig absurd.
Beispielsweise hatte die Dessauer Staatsanwaltschaft im Nachgang des
rechtswidrigen Polizeieinsatzes am 7.1.2012 gegen die Teilnehmer und
Organisatoren der Gedenkdemonstration zum 7. Todestag von Oury Jalloh
alle Anzeigen gegen die Polizei eingestellt. Auch die Ermittlungen gegen
die verantwortlichen Polizeiführungskräfte Georg Findeisen und Kurt
Schnieber stellte sie ein. Der gewalttätige Polizeieinsatz war
nachweislich rechtswidrig und mehrere Personen mussten hinterher ins
Krankenhaus. Kein Polizist wurde dafür zur Verantwortung gezogen.
Aber das alles überrascht uns gar nicht, denn so läuft das die ganze
Zeit. Angefangen beim 7.1.2005. Nur so kann das in ihrem Sinne auch
funktionieren – ein rassistischer Mord in Polizeigewahrsam wird von
allen involvierten Behörden vertuscht und dann werden die Menschen vor
Gericht gestellt, die aktiv die Wahrheit ans Licht befördern.”

*Widerstand für Wahrheit ist strafbar!*
*https://www.youtube.com/watch?v=eI0oSrNuq9o&list=PLZJHH_VIZ3yTeuFlFADorRG5GOOf3mD_v&index=2*

*Deshalb unterstützt uns vor dem Dessauer Amtsgericht!*

*Weitere Prozesstermine: *

*27.02.2015, 13.03.2015, 20.03.2015, 27.03.2015, 10.04.2015, 17.04.2015,
08.05.2015 *

*jeweils um 9:30 Uhr, Amtsgericht Dessau, Willy-Lohmann-Strasse 33, Saal
224*

*Weitere und aktuelle Informationen:*

*https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

*
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Aufruf zur Demonstration, Kundgebung, Mahnwache am Samstag, den 28. Februar 2015, in Dessau / Roßlau

Aufruf zur Demonstration, Kundgebung, Mahnwache am Samstag, den 28.
Februar 2015, in Dessau / Roßlau

Aufruf zur Demonstration, Kundgebung, Mahnwache am Samstag, den 28.
Februar 2015, in Dessau / Roßlau

Ich fordere die Staatsanwaltschaft in Dessau/ Roßlau, Herrn Preisner und
Herrn Bittmann, auf, den Fall Oury Jalloh zu klären.

– Es gab kein Feuerzeug in der Zelle! Das Feuerzeug wurde erst drei Tage
nach dem Tod Oury
Jallohs in den Asservaten gefunden. Die DNA von Oury Jalloh ist auf dem
vermeintlich zum
Selbstmord genutzten Feuerzeug nicht zu finden. Herr Preisner und Herr
Bittmann müssen
akzeptieren, dass das Feuerzeug nichts mit dem Tod Oury Jallohs zu tun hat.

– Der Tatort, die Originalzelle Nr.5, darf nicht umgebaut werden, bis
der Fall endgültig aufgeklärt ist.

– Keine Farce-Ermittlungen.

– Oury Jalloh wurde am 07.01.2005 an Händen und Füßen gefesselt. Das ist
Folter und damit ein
Verstoß gegen die UN-Antifolterkonvention. Deutschland hat am 1.Oktober
1990 ein Folterverbot
unterschrieben.

*Am Samstag , den 28 Februar 2015, Demonstration, Kundgebung, und
Mahnwache vor der Staatsanwaltschaft in Dessau/ Roßlau. Start: 13 Uhr,
Dessau Hauptbahnhof**
**
**Um 15 Uhr Pressekonferenz vor der Staatsanwaltschaft in Dessau/ Roßlau.*

Oury Jalloh das war Mord!

Komi Edzro
Vorstand der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.
Kontakt IOJ e.V.: 0176/3811313

Ein Bus wird ab Alexanderplatz (Parkplatz Hotel Park Inn) fahren. Bitte
um 10 Uhr dort sein.
Spende ist willkommen. Bitte meldet euch an unter:
togoactionplus@googlemail.com oder 0176/3811313

Berlin: Räumungsanordnung Gerhardt-Hauptmann-Schule! Never try to fool the people from the School!

Berlin: Räumungsanordnung Gerhardt-Hauptmann-Schule! Never try to fool the people from the School!

refugees

Am 20.02.2015 wurde den Bewohner_innen der Gerhardt-Hauptmann-Schule eine Räumungsanordnung (datiert auf den 13.02.2015) für das Gebäude persönlich durch den Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain in Begleitung der Polizei übergeben. Darin werden die Bewohner_innen aufgefordert, die Schule bis zum 19.03.2015 mit ihren persönlichen Gegenständen zu verlassen. Unterschrieben ist die Räumungsanordnung von Jana Borkamp (Die Grünen), Stadträtin für Finanzen, Kultur und Weiterbildung.

Begründet wird die Anordnung damit, dass der Bezirk das Gebäude zusammen mit der Diakonie zu einem Flüchtlingszentrum mit Unterkünften sanieren und umnutzen möchte. Die Diakonie soll das gesamte Areal mieten und verwalten. Für die Durchführung der Umnutzungsmaßnahmen müsse das Gebäude vollständig leer sein. Das Schreiben bezieht sich unter anderem auf das im Sommer 2014, während der Dachbesetzung abgeschlossene „Agreement“ mit dem Bezirk. Dies sei zur „Vermeidung weiterer Eskalation“ geschlossen worden und stelle „keine privatrechtliche oder öffentlich-rechtliche Rechtsposition zum Verbleib auf dem Gelände“ dar. Das Schreiben behauptet, dass „Gefahrengut“ im Gebäude vorhanden sei und Fluchtwege zugestellt seien.

In der Begründung erwähnt der Bezirk die „drastische Verschärfung der Haushaltslage“ durch z.B. Wachpersonal, Energie und bauliche Unterhaltung und die angeblich dadurch entstandene bezirkliche Haushaltssperre.

Eine weitere Begründung für die Anordnung ist die Notwendigkeit der Unterbringung von Geflüchteten in Berlin und die damit einhergehende finanzielle Entlastung des Bezirks.

Rechtlich beruft sich der Bezirk in dem Schreiben auf die fehlende Genehmigung für eine Nutzung des Gebäudes entgegen der Bestimmung als Schule.

Den Bewohner_innen sollen „Gutscheine für Übernachtung in Berlin über einen Zeitraum von 4 Wochen“ angeboten werden „innerhalb welcher mithilfe der zuständigen Behörden dauerhaftere Unterkünfte zu beschaffen sind, bzw. eine einschlägige Beratung“ angeboten wird.

Im Fall, dass die Bewohner_innen der Anordnung nicht fristgemäß nachkommen, wird eine Zwangsräumung angedroht.

Parallel dazu befindet sich die vom Bezirk eingesetzte Diakonie in Gesprächen mit den Bewohner_innen der Schule. Es gibt Überlegungen darüber, ob und wenn ja, wie die Bewohner_innen in der Schule bleiben können und das lange geforderte International Refugee Center umgesetzt werden kann.

Erinnern wir uns an das Verhalten der Diakonie bei den Verhandlungen mit dem Senat über die Räumung des Protestcamps am Oranienplatz. Das sogenannte „Kolat-Agreement“ im Frühjahr 2014, welches die Diakonie mitgetragen hat, war eine leere Versprechung. Dies wurde unter anderem beim Rausschmiss aus den Diakonie-Unterkünften vor Ablauf des zugesagten halben Jahres offensichtlich. Aufgrund dieser Tatsachen sind wir misstrauisch.

Die Räumungsanordnung des Bezirk stellt jegliche Lösungsansätze zum Verbleib der jetzigen Bewohner_innen und zur Errichtung des International Refugee Center in Frage und provoziert eine zu vermeidende Eskalation.

Zum Kosten-Argument: Wofür gibt Berlin Geld, und wofür nicht?

Die Stadt gibt Geld für:

  • einen 9-tägigen Belagerungszustand durch die Polizei in Kreuzberg (ca. 5 Millionen Euro)
  • eine riesige Werbekampagne für die Olympischen Spiele in Berlin, die die Berliner_innen nicht haben möchte
  • eine Task-Force in und um den Görlitzer Park: rassistische Polizeigewalt, Abholzung des Parks oder mehrere Polizist_innen, die nichts anderes machen, als nicht-weiße Menschen zu verfolgen und zu kontrollieren
  • den Prestige-Flughafen BER, der seit Jahren nicht fertig gestellt wird
  • den Wiederaufbau des Berliner Schlosses für die Ausstellung kolonialer Raubkunst

Gleichzeitig beklagt die Berliner Politik leere Kassen, wenn es um menschenwürdiges Wohnen und gesundheitliche Versorgung von Menschen geht. Mit der Begründung pleite zu sein, wird Vereinen, Migrant_innenselbstorganisationen, Jugendclubs, Mieter_innen, Senior_innen und eben auch der Schule finanzielle Unterstützung untersagt und es wird versucht, sie gegeneinander auszuspielen.

Da spielen wir nicht mit!!!

Berlin, den 23.02.2015

Sa 28.2. 130 Jahre Berliner Afrika-Konferenz: Gedenkmarsch und großes Programm in der Volksbühne

Sa 28.2.    130 Jahre Berliner Afrika-Konferenz

11 Uhr, Wilhelmstraße 92
9. Gedenkmarsch für die afrikanischen Opfer von Versklavung, Menschenhandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt
Route über Möhrenstraße zum Berliner Schloss / Humboldt-Forum
mehr: http://www.berlin-postkolonial.de/cms/

16 Uhr, Volksbühne am Rosa-Luxenburg-Platz
Afrika-Konferenz | 130 Jahre Berlinisierung eines Kontinents und Einübung ins Verbrechen
Vorträge, Installationen, Performances, Filme, Poetry Slam, Konzert
mehr: http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/afrika_konferenz/

19 Uhr, Roter Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Afrika-Konferenz | Forum Gedenkmarsch

Neue Wege zur Bekämpfung von Neokolonialismus und Rassismus gegen Schwarze Menschen in Deutschland

Mit: Hamado Dipama, Dr. Jean Michel Bollo, Mboro Mnyaka Sururu, Jamie Schearer, Marianne Balle Moudoumbou. Einführung: Moctar Kamara, Moderation: Dr. Aissa Halidou

Auf der Diskussionsveranstaltung werden Vertreter/innen der afrikanischen/Schwarzen Community in Deutschland ihre Sicht auf die Auswirkungen von Kolonialismus bis in die Gegenwart und ihre Perspektiven auf die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit in Deutschland vorstellen. Unter anderem werden folgende Themen besprochen:

– Racial Profiling
– Blackfacing
– Kulturgüter und Gebeine aus Afrika in deutschen Museen
– Umbenennung von Straßen mit Kolonialnamen
– Alltagsrassismus
– Rassismus in den Medien
– Denkmal für die afrikanischen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt

Eine Veranstaltung des Zentralrates der afrikanischen Gemeinde in Deutschland in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, ISD Bund e.V. und Berlin Postkolonial e.V. im Rahmen der Veranstaltung “Afrika-Konferenz: 130 Jahre Berlinisierung eines Kontinents und Einübung ins Verbrechen” der Volksbühne Berlin

Veranstaltung (MORGEN): “Rassismus im Gerichtssaal: Anwält_innen berichten” 19h Werkstatt der Kulturen

Veranstaltungsreihe “Rassismus im Gerichtssaal”

Auftaktveranstaltung: “Anwält_innen berichten”

25.02.2015 19h, Werkstatt der Kulturen Wissmannstr. 32.
Eine Veranstaltung der Prozessbeobachtungsgruppe Rassismus und Justiz;
Eingeladen sind die Berliner Rechtsanwältinnen Asha Hedayati und Maren
Burkhardt

*Der Gerichtssaal, ein neutraler Ort!?
Obwohl täglich Gerichtsverhandlungen stattfinden, tritt nur wenig von
den Geschehnissen an die Öffentlichkeit. Rassismus
in der Justiz ist ein alltägliches Phänomen, welches jedoch kaum
thematisiert und kritisiert wird. *

Wir wollen einen Raum schaffen, um über darüber zu sprechen. Dafür
berichten Anwält_innen von ihren Fällen und Erfahrungen aus dem
Gerichtssaal, zeigen so auf, wie sich Rassismus in diesem Kontext zeigt
und welche Schwierigkeiten sie haben, das Thema anzusprechen.

Prozessbeobachtungsgruppe /Rassismus und Justiz/: Wir beobachten in
Kooperation mit /ReachOut/ (Berliner Beratungsstelle für Opfer
rassistischer, rechtsextremer und antisemitischer Gewalt) und /KOP/
(Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) seit knapp einem Jahr
regelmäßig Prozesse (i.d.R. in Berlin) unter der Fragestellung, welche
Auswirkungen Rassismus auf das Justizsystem in Deutschland hat.

Pressemitteilung der Kampagne “My Right Is Your Right!”: Einladung zur Pressekonferenz am 18.03. und zur Demonstration am 21.03.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei finden Sie die Pressemitteilung zur Pressekonferenz der Kampagne
"My Right Is Your Right!" am 18.03.2015 im Studio Я des Maxim Gorki
Theaters. Der Schwerpunkt der Pressekonferenz liegt auf der
Großdemonstration zum Globalen Tag gegen Rassismus am 21.03.2015 in
Berlin.

Für eventuelle Mehrfachsendungen entschuldigen wir uns im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Kampagne "My Right Is Your Right!"

Pressekontakt: presse@myrightisyourright.de

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