Namen und andere Schwierigkeiten: Poetry Workshop

*English Description Below*

Namen und andere Schwierigkeiten – gerade die Dinge, die uns so persönlich betreffen wie unser Name z.B., können, neben ihrer positiven Bedeutung für uns, auch manchmal eine Quelle von Verletzungen kann sein.

Poesie ist eine Form des Widerstands. Widerstand gegen die verletzende Sprache. Widerstand gegen die Struktur der Dominanz.

In diesem Workshop versuchen wir gemeinsam, widerständige Gedichte zu improvisieren. Wir erzählen Geschichten über unsere Namen – oder über andere Schwierigkeiten. Wir versuchen, uns so klar und so poetisch auszudrücken, wie wir können.

Aber bevor wir uns an die Gedichte wagen, schlagen wir einen einfachen musikalischen Einstieg vor, mit einem Refrain und einem kurzen Zwei-Zeiler, in dem alle zunächst ihr persönliches Thema formulieren:

Unser Vorschlag hierfür ist die poetische Form des Landay (لنډۍ). Landays bestehen aus zwei Textzeilen mit einem einfachen Reim (oder auch ohne Reim), deren zweite Zeile ein wenig länger ist als die erste. Sie erlauben die Formulierung von Differenz und Ironie, und sie werden laut gesungen, oft zum Beat einer Handtrommel oder mit einer anderen Art von Musik.

Als Refrain-Formel schlagen vor zu sagen: „Hallo! (Ǹ da!*)“, „Wie geht es? (Kedu?*)“ und „Auf Wiedersehen! (Ka omesia!*)“ – zu unseren Schwierigkeiten. *(Siehe Igbo Phrase List für die Aussprache!)*

Danach möchten wir die Inspiration einer klaren, sanften und empowernden Sprache teilen und mit unseren Gedichten die Hoffnung aufbauen, die es braucht, um den Schwierigkeiten zu widerstehen.

Eine große Inspiration waren für uns Hiwot Adilow:

Die transcript auf Deutsch

und Zahra Naghavi:

und der 9 Jahre alte Ahmad Zayed:

Und hier noch ein Landay im Dialog:

Wir hoffen auf ein empowerndes poetisches Gespräch über unsere Namen und andere Schwierigkeiten!


*English Description

Names and other difficulties – the more personal things are for us, like our names e.g., besides their positive values, sometimes they could become a source of hurtful experiences.

Poetry is a form of resistance. Resisting the unpleasant language. Resisting the structure of dominance.

In this workshop, we try together to improvise a poem to resist. We tell stories of our names or talk about other difficulties. We try to express as clear and poetic as we can.

But before we will approach these poems, we propose an easy musical introduction, with a chorus and a short two line text to first just voice our topics:

Our proposal is to use a poetic form called landay (لنډۍ), which consists of two lines of text with a simple rhyme (or no rhyme), the second line a bit longer than the first one. Traditionally, landays are sung aloud, often to the beat of a hand drum, or along with other kinds of music.

And for the chorus, we propose to say „Hello! (Ǹda!*)“, „How are you? (Kedú?*)“ and „Goodbye! (Ka omesia!*)“ – to our difficulties.*(See Igbo phrase list for pronunciations!)

Then, with our poems we will try to empower our language and build up the hope we need to resist those difficulties. Here, we would like to share the inspiration of clear, tender and powerful language.

For a great inspiration see Hiwot Adilow:

Transcript!

and a beautiful reflection by Zahra Naghavi:

and 9 years old Ahmad Zayed, who tells us his difficulties:

And here a landay performed in dialogue:

With our longer than usual landays, we hope for an empowering poetic conversation on our names and other difficulties!

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