Das Chemnitzer Hörspielfestival nominierte „Sonnenblumehaus“ zum besten Langhörspiel 2015!

Kurz nach der deutschen Vereinigung, zwischen dem 22. und 26. August 1992, kam es zu den größten fremdenfeindlichen Ausschreitungen in der Geschichte der Bundesrepublik in Rostock-Lichtenhagen. Es wurden Molotowcockatils geworfen und die Polizei griff nahezu gar nicht ein. Hunderte rechtsextreme Randalierer und bis zu 3.000 applaudierende Zuschauer belagerten die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber und ein Wohnheim für vietnamesische Vertragsarbeiter. Auf dem Höhepunkt der Ausschreitungen zog sich die Polizei sogar völlig zurück und überließ die Belagerten schutzlos dem brennendem Haus.

Das Theaterstück „Sonnenblumenhaus“ dokumentiert die fremdenfeindlichen Ausschreitungen aus dem Jahr 1992 und verarbeitet die Sicht der belagerten Menschen, welche, selbst nach zwanzig Jahren kaum gehört worden sind. Ein transnationales Team geht auf die Suche nach betroffenen Zeitzeugen und befragt sie nach ihrer Version der Geschichte, ihren Lebenserfahrungen und Träumen und gibt Ihnen im Rahmen der Theaterperformance „Sonnenblumenhaus“ endlich eine Stimme.

Mit Claudiu M.Draghic
Djamila Manly Spain
Jan Katzenberger

Eine Performance von Dan Thy Nguyen und Iraklis Panagiotopoulos

Museum Für Völkerkunde Hamburg
Gefördert durch die Stadt Hamburg | Bezirksamt Eimsbüttel

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