Einladung zum Bündnistreffen für die Aktionswoche – You can’t evict a movement! – Nein zur Verschärfung des Asylrechts!

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Einladung zum Bündnistreffen für die Aktionswoche – You can’t evict a
movement! - Nein zur Verschärfung des Asylrechts!

Nach der erfolgreichen Ausweitung der sicheren Drittstaatenregelung im
Herbst 2014 plant die Bundesregierung im Frühjahr 2015 eine weitere
Verschärfung des Asylrechts. Fast sieht es so aus, als würde die Politik
den Forderungen der rassistischen PEGIDA Demonstrationen Folge leisten,
steht eine zugespitzte Abschieberegelungen im Mittelpunkt des
Gesetzentwurfes.

Schneller, härter und konsequentere soll in Zukunft die Ausweisung und
Rückführung von Geflüchteten vonstatten gehen, deren Asylanträge als
„offensichtlich unbegründet“ eingestuft werden oder die über ein
sicheres Drittland eingereist sind, im Mittelpunkt des neuen
Gesetzentwurfes. So sollen Personen, bei denen konkrete Anhaltspunkte
für eine Fluchtgefahr festgestellt werden, in Abschiebehaft genommen
werden können, wobei die Liste der Anhaltspunkte so umfangreich
ausgefallen ist, dass fast alle Geflüchteten automatisch dagegen
verstoßen „müssen“, wenn sie nach Deutschland gelangen. Kritiker_innen
des Entwurfs sprechen in diesem Zusammenhang dann auch davon, dass die
neuen Regelungen zur Abschiebungshaft wie ein „Inhaftierungsprogramm“
für Asylsuchende wirken können.

Dass im Gegenzug „die Rechtstellung“ derjenigen gestärkt wird, „die auch
ohne einen rechtmäßigen Aufenthalt anerkennenswerte
Integrationsleistungen erbracht haben“, wie Innenminister de Maiziere
betonte, ist in diesem Zusammenhang nur ein schwacher Trost. Dass
langjährige Geduldete, die oftmals schon seit mehreren Jahren oder
Jahrzehnten in Flüchtlingsunterkünften ihr Dasein fristen, endlich einen
dauerhaften Aufenthaltsstatus bekommen, sollte eine
Selbstverständlichkeit sein. Im Gegenzug all jene, als ungebetene Gäste
abzuschieben, die nicht auf dem Luftweg nach Deutschland gelangen oder
als sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge verunglimpft werden, ist eine
Unverfrorenheit, die es zu verhindern gilt.

Aus diesem Grund planen wir eine Bundesweite Kampagne und Aktionswoche,
mit der wir uns gegen den Gesetzentwurf wenden, der am 06.03. und
24.04.2015 im Bundestag debattiert wird und der am 12.06.2015 im
Bundesrat beraten wird, bevor er im Juni 2015 in Kraft treten soll.
Mit einer großen Kundgebung am 18.04.2015 auf dem Berliner Oranienplatz,
bei der auch zahlreiche musikalische Gäste wie Peter Fox, Irie Revoltes
oder Aninational Embassy auftreten werden, wollen wir den Auftakt für
eine bundesweite Aktionswoche machen, die dazu beiträgt den Druck auf
die Regierenden zu erhöhen. Wir rufen dazu auf, dieses Gesetz mit allen
zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu verhindern. Macht mit! Seid
kreativ! Mischt Euch ein! Lasst nichts, aber auch gar nichts unversucht!

Aus diesem Grund laden wir alle für Montag den 09.03. … im …. Zu einem
großen Bündnistreffen ein, um zu besprechen, was wir tun und wie wir uns
gegenseitig unterstützen können.

Sagt Nein zu den unmenschlichen und rassistischen Plänen der
Bundesregierung. Sagt Nein zum „Gesetzentwurf zur Neubestimmung des
Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“.

Dieser Gesetzentwurf ist abzulehnen! Mit allen notwendigen Mitteln.

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ENGLISH

Invitation to our meeting in preparation of political action week "You
can't evict a movement – No to the tightening of Asylum laws!"

After last autumn's successful extension of the list of “safe countries
of origin” in order to deny asylum seekers from the balkans, the german
government is planning to further toughen laws for granting asylum in
the spring of 2015.
In fact, it almost seems as if Germany's lawmakers were directly
responding to the racist demands of recent PEGIDA marches, seeing as the
tightening of deportation rules is the focus of this new bill.

Faster, tougher, and more "consequent" – these concepts are to form the
foundation of Germany's future deportation practices regarding refugees
whose asylum applications are deemed "clearly unfounded", or who entered
Germany by means of a "safe third country".
Moreover, people who are arbitrarily determined to be flight risks (Anm.
d. Ü.: Flucht, nicht Flug) are to be incarcerated, while the list of
possible clues regarding a probable risk of flight has been expanded so
widely that basically any refugee entering Germany could be treated as
guilty in this regard. Critics of this bill have repeatedly described
the new rules regarding custody-pending-deportation as a vast
"imprisonment program" waiting to happen.

On the other hand, as federal minister of the interior de Maiziere loves
to emphasize, those refugees already living in Germany who are deemed to
have "undertaken significant efforts to integrate into German society"
even without legal resident status, are to enjoy a further strengthening
of their "legal position". Small comfort, seeing as it should be a
matter of course that those living here in cramped homes for asylum
seekers for a number of years (or even decades) should finally receive
permanent residency status.
To in turn treat all those who did not happen to enter Germany by air -
or those who are commonly classified as mere "economic refugees" - as
unwelcome guests on a very short list for deportation is a disgrace that
has to be stopped by any means.

This is why we are currently planning a nation-wide campaign and action
week, with which we will voice our fierce opposition to this bill that
is to be debated in the Bundestag on the 6th of March and the 24th of
April, and further discussed in the Bundesrat on the 12th of June – in
order to be be enacted that same month.

With a mass rally on the 18th of April at Oranienplatz in Berlin, which
will also feature performances by a number of musical guests such as
Peter Fox, Irie Revoltes, and Antinational Embassy, our aim is to
increase the pressure on those in power.

We call on everybody to stop the enactment of this bill by any means at
our disposal – participate, be creative, intervene! Leave not a single
stone unturned!

We invite all interested parties to our next meeting on the 9th of March
at _ / _ in order to discuss possible actions and how we can support
each other over the next few months.

Say NO to these inhumane and racist plans of Germany's federal
government. Say NO to the proposed bill on "repurposing the right to
stay and termination of residency".

This bill has to be opposed – by any means necessary!

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