Posterkampagne: Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt Forum

Das „Sammeln“ von Kultur- und Kunstobjekten zählte zu den
Lieblingsbeschäftigungen vieler „Forschungsreisender“ und Kolonialisten.
So ist ein Großteil der ethnologischen Objekte, die im Humboldt-Forum im
rekonstruierten Berliner Schloss ausgestellt werden sollen, während der
Kolonialzeit „erworben“ worden – ein erheblicher Anteil stammt direkt
aus den ehemaligen deutschen Kolonien. In vielen Fällen wurden wertvolle
Kulturgüter aber nicht freiwillig verschenkt oder verkauft. Sie wurden
erschlichen, erpresst oder einfach geplündert. Im Berliner Schloss soll
nun mit Hilfe dieser Objekte der „Dialog der Kulturen“ in die Mitte der
Stadt gerückt werden.

Im Rahmen der Kampagne „No Humboldt 21!“ treten wir diesem zynischen
Prestigeprojekt entgegen, indem wir exemplarische Objekte mit
problematischen Erwerbsgeschichten auf Postern in den öffentlichen Raum
tragen. Wir fordern Berlins Staatliche Museen zu mehr Transparenz und
zum respektvollen Dialog mit den Herkunftsgesellschaften auf, die selbst
entscheiden sollten, was mit ihren Schätzen geschieht.

Mehr dazu in unserem aktuellen Newsletter:
http://us3.campaign-archive1.com/?u=d242df97b2b57573a1835d621&id=c75fe8d4a5&e=ed20ab6e48

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