Oury-Jalloh-Initiative: Prozess in Dessau geht weiter!

*Initiative in Gedenken an Oury Jalloh steht in Dessau weitere sieben
Tage vor Gericht! *
Die Beweise für die Ermordung von Oury Jalloh im Dessauer
Polizeigewahrsam sind eindeutig!
Kein Feuerzeug, kein Noradrenalin im Urin, kein Kohlenmonoxid im
Herzblut. Es muss eine größere Menge Brandbeschleuniger zum Einsatz
gekommen sein, um ein so großes Ausmaß der Verbrennungen des Körpers und
der Matratze überhaupt zu erreichen.

*Fest steht: Oury Jalloh wurde am 7.1.2005 in der Zelle 5 des
Polizeireviers Dessau angekettet und angezündet. *

Trotz vorliegender Beweise klärt die Dessauer Staatsanwaltschaft den
Mord an Oury Jalloh nicht auf und bemüht sich statt dessen, einzelne
Aktivisten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh strafrechtlich zu
verfolgen.

„Dieser Prozess, hier vor dem Amtsgericht Dessau, ist die Fortsetzung
juristischer und polizeilicher Ungeheuerlichkeiten, die wir bereits vor
den Landgerichten Dessau und Magdeburg, oder auch am Bundesgerichtshof
in Karlsruhe, miterleben mussten. Staatsanwälte und Richter haben die
Aufklärung der Todesumstände von Oury Jalloh verweigert. Sie haben sich
zu schützenden Komplitzen der Täter gemacht. Genau deshalb sitzen wir
auch hier, weil wir die große Lüge, Oury Jalloh habe sich selbst
angezündet, eindeutig widerlegen können.“
Ursprünglich war der Prozess auf vier Tage angesetzt. Mittlerweile hat
der vorsitzende Richter Rosenberg elf weitere Verhandlungstage
terminiert. Rosenbergs Prozessführung ist schikanös. Seine ganze Haltung
ist einseitig und vorverurteilend, weshalb Angeklagte und Verteidiger
bereits vier Befangenheitsanträge gestellt haben. Natürlich ohne Erfolg.
Schliesslich entscheiden über die Anträge der Angeklagten und
Verteidiger wiederum Dessauer Richter, die ebenfalls schon mit dem Fall
von Oury Jalloh zu tun hatten.

„Dass wir überhaupt vor einem Dessauer Richter stehen und dazu noch von
der Dessauer Staatsanwaltschaft angeklagt werden, das ist völlig absurd.
Beispielsweise hatte die Dessauer Staatsanwaltschaft im Nachgang des
rechtswidrigen Polizeieinsatzes am 7.1.2012 gegen die Teilnehmer und
Organisatoren der Gedenkdemonstration zum 7. Todestag von Oury Jalloh
alle Anzeigen gegen die Polizei eingestellt. Auch die Ermittlungen gegen
die verantwortlichen Polizeiführungskräfte Georg Findeisen und Kurt
Schnieber stellte sie ein. Der gewalttätige Polizeieinsatz war
nachweislich rechtswidrig und mehrere Personen mussten hinterher ins
Krankenhaus. Kein Polizist wurde dafür zur Verantwortung gezogen.
Aber das alles überrascht uns gar nicht, denn so läuft das die ganze
Zeit. Angefangen beim 7.1.2005. Nur so kann das in ihrem Sinne auch
funktionieren – ein rassistischer Mord in Polizeigewahrsam wird von
allen involvierten Behörden vertuscht und dann werden die Menschen vor
Gericht gestellt, die aktiv die Wahrheit ans Licht befördern.“

*Widerstand für Wahrheit ist strafbar!*
*https://www.youtube.com/watch?v=eI0oSrNuq9o&list=PLZJHH_VIZ3yTeuFlFADorRG5GOOf3mD_v&index=2*

*Deshalb unterstützt uns vor dem Dessauer Amtsgericht!*

*Weitere Prozesstermine: *

*27.02.2015, 13.03.2015, 20.03.2015, 27.03.2015, 10.04.2015, 17.04.2015,
08.05.2015 *

*jeweils um 9:30 Uhr, Amtsgericht Dessau, Willy-Lohmann-Strasse 33, Saal
224*

*Weitere und aktuelle Informationen:*

*https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

*
**
**

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: