Veranstaltung „Rassismus im Gerichtssaal“: Mittwoch 25.02.2015 19:00 | Seminarraum 1 Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, U Hermannplatz

Veranstaltung „Rassismus im Gerichtssaal“

Mittwoch 25.02.2015 19:00 | Seminarraum 1
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, U Hermannplatz

Veranstalter/-in: Werkstatt der Kulturen/ReachOut e.V. /KOP

Eintritt: frei

Mit den Berliner Rechtsanwältinnen Maren Burckhardt und Asha Hedayati

Der Gerichtssaal, ein scheinbar neutraler Ort!? Die Diskussion darüber,
dass Rassismus sich in der BRD auf allen gesellschaftlichen Ebenen
wiederfinden lässt, ist nicht neu. Doch meist wird die Justiz davon
ausgenommen. Obwohl täglich Gerichtsverhandlungen stattfinden, tritt nur
wenig von den Geschehnissen an die Öffentlichkeit. Rassismus in der
Justiz ist ein alltägliches Phänomen, welches weder durch die
Gesellschaft, noch durch Wissenschaft oder gar Akteur_innen der Justiz
selber ausreichend thematisiert und kritisiert wird.

Wir wollen einen Raum schaffen, um über dieses Thema zu sprechen. Dafür
berichten Anwält_innen von ihren Fällen und Erfahrungen aus dem
Gerichtssaal, zeigen so auf, wie sich Rassismus in diesem Kontext zeigt
und welche Schwierigkeiten sie haben, das Thema anzusprechen.

Dies ist eine Veranstaltung der Prozessbeobachtungsgruppe Rassismus und
Justiz. Wir beobachten in Kooperation mit ReachOut (Berliner
Beratungsstelle für Opfer rassistischer, rechtsextremer und
antisemitischer Gewalt) und KOP (Kampagne für Opfer rassistischer
Polizeigewalt) seit knapp einem Jahr regelmäßig Prozesse (i.d.R. in
Berlin) unter der Fragestellung, welche Auswirkungen Rassismus auf das
Justizsystem in Deutschland hat. Wir möchten mit kritischer Betrachtung
und Reflexion ein Bewusstsein über die Nicht-Neutralität der Gerichte
schaffen, da die Annahme, Gerichte und Gesetze seien neutral, in unserer
Gesellschaft dominiert. Es soll eine Diskussion entstehen, wie ein
Umgang mit dem Bewusstsein über die Nicht-Neutralität des gesamten
criminal justice systems aussehen kann.

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