PM 17.11. Erneut hunderte auf rassistischer Montagsdemo in Marzahn – Starker,antirassistischer Gegenprotest

An die Ressorts Berlin /Inland

17.11.2014

Erneut hunderte auf rassistischer Montagsdemo in Marzahn – Starker
antirassistischer Gegenprotest

Am heutigen Tag versammelten sich nun schon in der dritten Woche in
Folge Nazis und rassistische Anwohner_innen in Marzahn, um gegen das
durch den Senat geplante Containerlager für Geflüchtete zu hetzen.
500 Rassist_innen und Nazis, darunter zahlreiche bekannte Nazis des
Netzwerkes NW-Berlin, der NPD und der Partei „Die Rechte“ liefen mit
lockerer Polizeibegleitung eine Route durch Marzahn. Sie skandierten
rassistische Sprüche, Gewaltandrohungen gegen Geflüchtete und
bedrängten die angereisten Journalist_innen so sehr, dass diese die
Begleitung des Aufmarsches abbrechen mussten. Die Berliner Polizei
griff nicht ein.
„Für uns gibt es keinen Unterschied zwischen sogenannten
Anwohner_innen und den Rassist_innen. Wer mit der NPD läuft, teilt
auch ihre menschenverachtenden Ansichten. Die Polizei hat heute
deutlich gemacht, dass sie den Nazis alles durchgehen lässt; war aber
nicht dazu in der Lage, die Vertreter_innen der Presse zu schützen“,
erklärte Tanja Roth, Pressesprecherin des AStA der
Alice-Salomon-Hochschule.

Auf einer angemeldeten Gegenkundgebung und Demonstration setzten 600
antirassistische Aktivist_innen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus
und Neonazismus.
Dabei wurden sie enorm von der Polizei bedrängt, schikaniert und am
Ausdruck des Protest gehindert. Dazu Tanja Roth: „Die Berliner Polizei
hat mal wieder deutlich gemacht, dass sie legitimen, antirassistischen
Protest für das Problem hält. Durch ihr martialisches Auftreten
versucht sie, uns unseren Protest und unseren Ausdruck zu nehmen. Wir
lassen uns nicht kriminalisieren. Wir werden gemeinsam mit den
solidarischen Menschen aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf weiterhin
unseren Prostest gegen Rassismus und Menschenverachtung auf die Straße
tragen.“
Trotz des massiven Polizeiaufgebots und Anfeindungen von Seiten
rassistischer Anwohner_innen entlang der Route, sowie diversen Attacken
durch Feuerwerkskörper, zog die Demonstration entschlossen durch
Marzahn. Dazu Tanja Roth: „Die Politik spricht davon, die sogenannten
Ängste der Bürger_innen hier ernst zu nehmen. Wir nehmen die
rassistische
Einstellung und die mangelnde Abgrenzung gegenüber Nazis vieler
Bürger_innen sehr ernst. Wir fordern die Politik auf, den sich an
vielen Stellen in Berlin bahnbrechenden Rassismus nicht mehr
totzuschweigen. Denn wir gehen davon aus, dass diese Leute auch zu
weitaus schlimmeren Taten bereit sind. Die Würfe von Feuerwerkskörpern
in eine Menschenmenge legen dies nahe.“
Zeitgleich demonstrierten in Berlin-Buch 200 Gegendemonstrant_innen
gegen einen dort stattfindenden Aufmarsch von 150 Nazis und
rassistischen Bürger_innen.
Auch am 22.11.2014 soll es in Marzahn wieder einen rassistischen
Aufmarsch geben. Es ist damit zu rechnen, dass es der größte
Naziaufmarsch in Berlin seit Jahren wird. Ein breites Bündnis aus
antifaschistischen Initiativen und lokalen antirassistischen Gruppen
hat dagegen zu Blockaden aufgerufen.
„Wir werden nicht klein bei geben. Auch am 22. werden wir auf die
Straße gehen und den Nazis mit kreativem Protest entgegentreten und
nicht zulassen, dass die Rassist_innen die menschenfeindliche
Flüchtlingspolitik des Senats auf brutalste Weise umsetzen“, sagte
Tanja Roth, die Pressesprecherin des Bündnisses.

Bei Rückfragen stehen wir unter folgender Nummer zu Verfügung
015143646617

//// // Antifa/ra Referat //// //
AStA der Alice Salomon Hochschule

Sprechzeiten WiSe 14/15:
siehe Homepage http://www.asta.asfh-berlin.de/

eMail:
antirafa@ash-berlin.eu

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