Infoveranstaltung: 11. Okt. 18 Uhr bei Allmende – 22 Jahre Brandanschlag in Mölln – Ibrahim Arslan berichtet

22 Jahre Brandanschlag in Mölln – Ibrahim Arslan berichtet
Samstag, 11. Oktober 2014 | 18 Uhr | Veranstaltung bei Allmende
(Kottbusser Damm 25-26, 10967 Berlin)

Am 5. April 2012 wurde Burak Bektas, auf offener Straße von einem
Unbekannten ermordet. Aufgrund des Hergangs und der Umstände der Tat —
gerade vor dem Hintergrund des NSU-Komplexes – stellen wir die drängende
und berechtigte Frage: War Rassismus wieder das Motiv?

Die Folgen solcher Anschläge werden oftmals schnell vergessen: Was
passiert mit den Angehörigen und Überlebenden? Wie gelingt es ihnen
trotz der Trauer und Ohnmacht die Kraft zu finden, um für Aufklärung zu
kämpfen, für Anerkennung und für ihre Würde?

Bereits 20 Jahre vor dem Mordanschlag auf Burak, am 23. November 1992,
verübten Neonazis in Mölln einen Brandanschlag auf das Haus der Familie
Arslan, bei dem drei Familienmitglieder starben: Die kleine Yeliz,
Großmutter Bahide und die Teenagerin Ays,e Yilmaz. Weitere
Familienangehörige konnten sich aus dem Flammen retten. Ibrahim, der den
rassistischen Mordanschlag schwer verletzt überlebte, war zum Zeitpunkt
des Anschlags 7 Jahre alt.

Die Familie steht bis heute im Spannungsfeld zwischen den traumatischen
Folgen des Anschlags und dem Wunsch nach einer unbekümmerten Gegenwart.
Dies wird insbesondere an ihren Auseinandersetzungen mit den jährlichen
Gedenkfeiern der Stadt Mölln deutlich. Über diese und und den Rassismus,
der den Arslans dabei entgegenschlug, aber vor allem von dem Widerstand
dagegen, wird Ibrahim berichten.

Wir laden insbesondere auch alle Freundinnen und Freunde Buraks, seine
Familie und Angehörigen und alle Unterstützenden zu diesem Abend ein.

http://burak.blogsport.de/http://www.facebook.com/burak.unvergessen
— Veranstaltung als
facebook event

burak-initiative@web.de

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