Ankündigung: Das Haus der 28 Türen

*DAS HAUS DER 28 TÜREN*
*Eine Installation der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR *

*26. Juli – 10. August 2014*
*Tempelhofer Feld, **Haupteingang Oderstraße, 12049 Berlin-Neukölln*

/Das Haus der 28 Türen. Installation der BEWEGUNG NURR/

Auftaktdiskussion (in deutscher Sprache)
*Neues Europa, Festung Europa? Wenn Kunst die Politik treffen will*
*24. Juli 2014, 19 Uhr*
*Kunstraum Kreuzberg/Bethanien *
(Mariannenplatz 2, 10997 Berlin)
Podiumsgespräch mit Deniz Utlu (Autor), Jens Meinrenken
(Kunsthistoriker), Alekos Hofstetter (Künstler). Moderation: Helga Dressel
/*TALOS*/ (2014), eine Video-Installation der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR

*/Das komplette Veranstaltungsprogramm finden Sie am Ende der E-Mail./*

Die Installation DAS HAUS DER 28 TÜREN der Berlin-Dresdner
Künstlergruppe BEWEGUNG NURR (Florian Göpfert, Alekos Hofstetter und
Christian Steuer) setzt sich mit der Situation von Flüchtlingen und
Migrant/innen auseinander, die auf der Suche nach einem menschenwürdigen
Leben oftmals unter schwierigsten Umständen und Entbehrungen nach Europa
gelangen – im konkreten Fall nach Deutschland und Berlin. Sie ist allen
Menschen gewidmet, die durch die Zerstörung der Lebensgrundlagen in
ihrer Heimat, durch Kriege, Umweltkatastrophen sowie ungerechte
Wirtschafts- und Handelsbedingungen zu Flüchtlingen geworden sind. Viele
finden an den Außengrenzen der Europäischen Union den Tod; andere
erreichen europäisches Territorium, finden sich jedoch im Perpetuum des
Provisoriums gefangen; nur wenige erhalten die Chance zu einem
Neuanfang. Die schrecklichen Ereignisse Anfang Oktober 2013, als vor der
Insel Lampedusa ein weiteres Mal hunderte Flüchtlinge beim Untergang
ihres Bootes den Tod fanden und die Überlebenden nur unzureichende
Unterstützung und Solidarität von Seiten der Europäischen Union
erfuhren, zeugen von der Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens in der
deutschen und EU-weiten Asylpolitik. Gleichzeitig haben Flüchtlinge mit
ihrem Marsch nach Berlin und dem Protest am Oranienplatz ihrer Forderung
für menschenwürdige Lebensverhältnisse für Asylsuchende hier in
Deutschland eine neue Form gegeben und eine breitere Öffentlichkeit
erreicht.

Die multifunktionale Architektur des Kunstwerks ist als
Kommunikationsraum und Bühne konzipiert: Die Installation besteht aus 28
aneinandergereihten Türen, die die derzeit 28 EU-Länder symbolisieren
und einen großen Innenraum verschließen. Von außen hermetisch scheinend,
öffnet sich die Architektur von innen durch eine transparente
Dachkonstruktion zum Himmel. Die Architektur des Rundbaus verbildlicht
die Differenz zwischen innen und außen, zwischen innerhalb der
Europäischen Union und jenseits ihrer Grenzen, zwischen gelungener und
gescheiterter Flucht. Im Innenraum werden auf drei Monitoren drei
persönliche Geschichten von derzeit in Berlin lebenden Flüchtlingen
gezeigt. Die Videoinstallation verknüpft die individuelle Erinnerung der
Flüchtlinge mit der Frage, welche Rolle das seit Jahren andauernde
Flüchtlingsdrama im kollektiven Gedächtnis der Europäer spielt.

Auf einer Auftaktveranstaltung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
diskutieren Vertreter/innen aus Kunst, Wissenschaft und Aktivismus
mögliche Potenziale von Kunst als Medium politischer Intervention, die
Gefahr der Instrumentalisierung politischer Kunst sowie Strategien, die
dieser entgegenwirken können. An nahezu allen Abenden während der
Laufzeit des Projektes werden in der Installation auf dem Tempelhofer
Feld Veranstaltungen wie Diskussionen, Präsentationen sowie Theater-,
Film- und Musikaufführungen stattfinden. In unterschiedlichen
Schwerpunkten werden die Europäische Flüchtlingspolitik und die
Situation von Menschen thematisiert, die in Deutschland, den EU-Ländern
und an den EU-Außengrenzen von Flucht betroffen sind. Konzipiert und
realisiert werden die Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit
borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V.  Amnesty
International Asylgruppe Berlin, Ärzte ohne Grenzen, Reporter ohne
Grenzen und Impulse – Refugee Club Berlin kooperieren mit jeweils einer
eigenen Veranstaltung; weitere Kooperationspartner sind EiSZEiT
KINO/Berlin und Walden Kunstausstellungen/Berlin.

*BEWEGUNG NURR*
Das Künstlerkollektiv BEWEGUNG NURR wurde 1989 in Dresden gegründet und
arbeitet seit 2011 in der Besetzung Christian Steuer, Alekos Hofstetter,
Florian Göpfert.
Seit 1989 wurden ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen im In- und
Ausland gezeigt. Das von der BEWEGUNG NURR konzipierte temporäre
Denkmalprojekt „9841“ zur Erinnerung an den 1942 durch die Nazis
ermordeten sinto-deutschen Boxchampion Johann Trollmann wurde 2010 im
Berliner Viktoriapark realisiert und in der Folge in Hannover (2011) und
Dresden (2012) gezeigt. Arbeiten des Kollektivs waren zuletzt in der
Ausstellung LOVE AIDS RIOT SEX II in der Berliner ngbk zu sehen.
www.nurr.net <http://www.nurr.net/>

/Kuratorinnen: /Katharina Koch, Helga Dressel, Jana König
/Videoinstallation im HAUS DER 28 TÜREN//: /Bruno Watara, Sista
Mimi, Nzar Saleh, Katharina Koch, Gregor Husemann, BEWEGUNG NURR
/Veranstaltungskonzeption: /Harald Glöde, Katharina Koch, Helga Dressel,
Jana König
/Verwaltungsleitung: /Gunda Isik

DAS HAUS DER 28 TÜREN ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit
borderline-europe–Menschenrechte ohne Grenzen e.V. und Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien, Berlin, realisiert aus Mitteln der Stiftung
Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Unterstützt durch unseren Medienpartner taz. die tageszeitung, Amnesty
International Asylgruppe Berlin, Reporter ohne Grenzen, Impulse–Refugee
Club (Jugendtheaterbüro Berlin), EiSZEiT KINO/Berlin, Walden
Kunstausstellungen/Berlin, galerie weisser elefant/Berlin, Bruno Watara,
Sista Mimi, Nzar Saleh und dem Sozialprojekt 14a/Berlin.

Weitere Informationen:* www.28doors.eu <http://www.28doors.eu/>*

*Veranstaltungsprogramm*
siehe auch: *www.28doors.eu/deutsch/veranstaltungen/*
<x-msg://155/%22http://>

*/Do, 24.7.2914, 19 Uhr/*
*Auftaktveranstaltung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien*
„Neues Europa, Festung Europa? Wenn Kunst die Politik treffen will“
Podiumsgespräch mit Deniz Utlu (Autor), Jens Meinrenken
(Kunsthistoriker), Alekos Hofstetter (Künstler). Moderation: Helga Dressel
(DE)
Musik von E-moş
Performance von dem Impulse–Refugee Club Berlin
/TALOS/ (2014), eine Video-Installation der Künstlergruppe BEWEGUNG NURR

Ort: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

*Veranstaltungen auf dem Tempelhofer Feld, Haupteingang Oderstraße,
Berlin-Neukölln *

*/Sa, 26.7.2014, 17–20 Uhr/*
*Vernissage*
Rede von Bruno Watara, Performance von Martin Clausen, Musik von Aziz
Camara & Ohja

*Mo, 28.7.2014, 19 Uhr*
*„Flüchtlingslager als Falle? Das Dilemma der Humanitären Hilfe“*
Vortrag und Diskussion mit Dr. Tankred Stöbe (Präsident Ärzte ohne
Grenzen Deutschland), Dr. Ulrike von Pilar (Leiterin Humanitäre Fragen
Büro Berlin). (DE)
In Zusammenarbeit mit Ärzte ohne Grenzen (MSF).

*/Di, 29.7.2014, 19 Uhr /*
*„Die aktuellen Entwicklungen an den europäischen Grenzen“*
Podiumsgespräch mit Bernd Kasparek (bordermonitoring.eu
<http://bordermonitoring.eu>), Katharina Müller (borderline-europe),
Carla Höppner (welcome2europe), Tresor (voix des migrants-Blog).
Moderation: Harald Glöde (borderline-europe) (DE)  *

*/Mi, 30.7.2014, 20 Uhr/ *
*„Residenzpflicht“*
D 2012, 68 min., OmU dt./engl., Regie: Denise Garcia Bergt
Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin (EN)

*/Do, 31.7.2014, 19 Uhr /*
*„Asylmonologe“*
Regie: Michael Ruf
Theateraufführung (DE)

*/Sa, 2.8.2014, 17.30 Uhr/*
*Musik von hk & denn wenn et trömmelche jeht*!*! *

*/Sa, 2.8.2014, 19 Uhr /*
*„Dorthin kann ich nicht zurück“ – Ankommen in Europa *
Lesung mit Selmin Çaliskan (Generalsekretärin Amnesty International) und
Magdalene Artelt (Schauspielerin). (DE)
Fotoausstellung mit Bildern von Mansour Aalam
In Zusammenarbeit mit Amnesty International Asylgruppe Berlin.

*/So, 3.8.2014, 16 Uhr/*
*„Niemand gibt uns die Stimme, wir nehmen sie uns!“ *
Theaterworkshop mit Mitgliedern von Impulse – Refugee Club (EN)

*/So, 3.8.2014, 19 Uhr/*
*„Ende oder neuer Aufbruch? Verfolgte Journalisten im deutschen Exil“*
Podiumsgespräch mit Emin Milli (Mitbegründer des aserbaidschanischen
Exilsenders Meydan TV in Berlin/Aserbaidschan), Majid al-Bunni
(Journalist und Aktivist/Syrien), Sharmila Hashimi (ehem. Sprecherin des
Gouverneurs der Provinz Herat/Afghanistan). (EN)
In Zusammenarbeit mit Reporter ohne Grenzen.

*/Mo, 4.8.2014, 19 Uhr/*
*„Kriminalisierung von Lebensrettern und Helfern von Flüchtlingen“*
Podiumsgespräch mit Stefan Schmidt (borderline-europe, ehemaliger
Kapitän der Cap Anamur), Stefan Buchen (Journalist). Moderation: Harald
Glöde (DE) *

*/Di, 5.8.2014, 19 Uhr/*
*„Frauen in der Flüchtlingsbewegung“*
Workshop und Gespräch mit Ruth Majozi (Aktivistin der besetzten
Gerhart-Hauptmann-Schule, Berlin/Women Space) (EN)

*/Mi, 6.8.2014, 19 Uhr/*
*„Flüchtlingsproteste“*
Podiumsgespräch mit Napuli Langa, Mai Ali (Aktivistinnen Oranienplatz,
Berlin und „March for Freedom“). Moderation: Harald Glöde (EN)  *

*/Do, 7.8.2014, 19 Uhr /*
*„Militarisierung der Flüchtlingsabwehr“*
Podiumsgespräch mit Christoph Marischka (Informationsstelle
Militarisierung). Moderation: Harald Glöde (DE) *

*/Fr, 8.8.2014, 18 und 20 Uhr /*
*„GRENZFAeLLE“*
Regie: Anna-Katharina Schröder
Theateraufführung mit Abba, Alexandra Krüger, Annina Butterworth, Esther
Zimmering, Jack, Jamal, Jay-Jay, Lisa Conrad, Momo, Ona. (DE/EN)

*/Sa, 9.8.2014, 17 Uhr/*
*„Hurría! / Freiheit!“ *
Riadh Ben Ammar, Solo-Theateraufführung (DE)

*/Sa, 9.8.2014, 19 Uhr/*
*„Das Engagement Berliner Willkommensgruppen“*
Gespräch mit VertreterInnen der Willkommensgruppen der Berliner Bezirke.
(DE)

*/So, 10.8.2014, 17.30 Uhr/*
*Finissage*
Musik von E-moş

/*Veranstaltungen des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in
Kooperation mit borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e. V.,
realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin./

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*Filme im EiSZEiT KINO (Kooperation mit **Walden Kunstausstellungen/Berlin)*
Zeughofstraße 20, 10997 Berlin

*/Mi, 30.7.2014, 20 Uhr/*
*„La Pirogue“*
Fr/Sen/D 2012, 87 min., OmU, Regie: Moussa Touré

*Mi, 6.8.2014, 20 Uhr *
*/„Lampedusa auf St. Pauli“/*
D 2013,113 min., OmU, Regie: Rasmus Gerlach

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