oranienplatz support

Liebe Freund_innen und Community,

die kämpfenden Geflüchteten auf dem O-Platz brauchen unsere Unterstützung! Viele von uns haben sich mit ihnen in den letzten 2 Jahren solidarisiert und sich mit ihrer perönlichen Unterstützung und ihrer Infrastruktur engagiert. Es ist nicht verwunderlich, dass nach so einer langen Zeit bei uns allen Ermüdungserscheinungen auftreten, die die Dringlichkeit des Protestes in den Hintergrund treten lassen. Dennoch können und dürfen wir den Kampf der Geflüchteten gerade jetzt nicht aus dem Auge lassen.

Der Protest auf dem O-Platz findet unter denkbar schwierigen Ausgangsbedingungen statt. Es regnet seit Tagen, die Anwesenheit von Unterstützer_innen hält sich in Grenzen, dazu übt die Polizei massiv Druck auf die Protestierenden aus und schikaniert sie mit ständig wechselnden Auslegungen der Mahnwachenauflagen. Zum Beispiel kann es heißen dass die (nassen!) Sachen direkt am Körper getragen werden müssen, dann wieder werden Thermoskannen mit Getränken verboten und die Protestiernden am Schlafen gehindert. Die Liste der Repressionen ist lang und vom Gutdünken und Laune des jeweiligen Einsatzkommandos abhängig. Diese Situation ist sehr belastend, und dass die Polizei so viel Repressalien ausübt hängt eng damit zusammen, dass es wenig öffentliches Interesse und wenig Leute vor Ort gibt.

Also:
– Kommt zum Oranienplatz und solidarisiert euch! Einfach da zu sein ist gut.
Übernehmt eine Mahnwachenschicht: Die Mahnwache muss täglich 24 Stunden von einer anwesenden Person mit gültgem europäischen Pass betreut werden. Diese Versammlungsleitung wechselt im 2 Stundentakt. Jeder von uns könnte so eine Mahnwachenschicht problemlos übernehmen.
– Auch Orte, an denen Kleidung und Wäsche gewaschen und getrocknet(!) werden können, sind nicht genügend vorhanden.

Aber vor allem: Kommt! Es braucht momentan mehr sichtbare Solidarität. Nur so kann der Protest öffentlichen Druck aufbauen. Der Protest der Flüchtlinge ist auch unser Protest. Warum sollen sie ihn alleine ausfechten?
Die konkreten Forderungen des Protestcamps am Oranienplatz:

– Wiedererrichtung des Protestzeltes und eines selbstorganisierten Infopoints.
– Erhalt der Schule in der Ohlauerstrasse als selbstverwaltetes Zentrum von und für Refugees.
– Eine Legalisierung aller Protestierenden nach dem §23 des Aufenthaltsgesetzes.

Der Protest der Geflüchteten richtet sich ausdrücklich gegen jede Form von Diskriminierung aufgrund von rassistischen, sexistischen, kapitalistischen und homophoben Ausgrenzungsmechansimen.

Der Protest am O-Platz erklärt sich solidarisch mit den Hungerstreikenden auf dem Alexanderplatz und vor der Gedächtniskirche.
Infotelefonnummer O-Platz: 015210653380
Einige Unterstützer_innen der O-platz Proteste

 

Dear friends and community,
the Refugee Protest on Oranienplatz needs our support! In the last two years there has been a lot of solidarity with this fight, many of us got involved, showed personal support  and engaged their infrastructures. It is hardly surprising that we all show signs of exhaustion and the urgency of the protest shifts out of our focus. But: The refugees are still fighting, and it is important that we keep track of their struggle.

At the moment the protesters at Oranienplatz are dealing with very hard conditions. Since days it has been raining, there are not many supporters around, and the police is putting massive pressure on the refugee activists by constantly changing the official terms of their protest. The police will for instance forbid the activists to sleep, or they will prevent them from putting wet clothes out to dry. At times thermos bottles with hot drinks are forbidden. Then again umbrellas are not allowed to seem like an „installation“. The restrictions are many and arbitrary, depending on the mood of the current police force. These repressions can only enfold their true destructive force because there is not enough public interest and  there are not enough people visibly supporting the protest. This is a very straining situation.

So:
•    Come to Oranienplatz and show your solidarity! Being there is supporting.
•    Sign up for a shift! For the camp to be able to continue the police requires a „person in charge“, which has to be present at the Protest-Site.  These shifts can be as short as two hours, anyone with a European passport can sign up for it.
•    There is a need for clothes to be washed and dried, sometimes a car is needed to transport food or clothes.
•    One computer got stolen, there is a need for a computer to prepare the Refugee March.

But, most important: just come!! Show visible Solidarity! Only then the protest can build up public pressure.

The demands of the refugee activists are:
•    The rebuilding of the former tent and a selforganized infopoint.
•    Maintaining the school at Ohlauer Straße as a selforganized centre for and by refugees.
•    Legalization of all the protesters according to §23 of the German Residence Act.

The protest at Oranienplatz is explicitly directed against any form of racist, sexist, capitalistic, and homophobic discrimination. The protesters declares themselves in solidarity with the hunger strikers at Alexanderplatz and at the Gedächtniskirche.
The struggle of the protesters is also our struggle, why should they be isolated!

Infonumber O-Platz: 015210653380

Signed by

Some Supporters of Oranienplatz

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