Presse Erklärung zu den massiven Rechtsverstößen seitens der Polizei bei dem Einsatz in der Nacht vom 16ten zum 17ten Dezember 2013.

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*Presse Erklärung zu den massiven Rechtsverstößen seitens der Polizei
bei dem Einsatz in der Nacht vom 16ten zum 17ten Dezember 2013.*

Massive Polizeigewalt gegen Geflüchtete in Kreuzberg. Protestbewegung
der Geflüchteten soll kriminalisiert werden. Wir fordern eine Aufklärung
und ein Umdenken der Polizei und des Innensenats.

Am 16.12.2013 gab es gegen 22 Uhr außerhalb der Schule eine
Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Es kam zu schweren
Verletzungen und eine Person wurde mit dem Krankenwagen weggefahren.

Das darauf folgende Vorgehen der Polizei weißt an mehreren Stellen
erhebliche Missachtungen geltender Gesetze auf.

Ein für die Suche nach einem Täter unverhältnismäßiges Polizeiaufgebot
von ungefähr 150 Polizisten riegelte von 23 Uhr bis ca. 03:30 Uhr am
nächsten morgen die Schule komplett ab.

Die Rechtliche Überprüfung des Vorgehens der Polizei wurde Verhindert,
Anwälte und auch Politiker wurden außer Sichtweite gehalten, damit es
keine Zeugen für das Kriminelle vorgehen der Polizei Vorort geben konnte.

Auch das SEK drang in das Wohnhaus ein. Es wurden willkürlich Bewohner
Kriminalisiert. Pauschal wurde jedem Handschellen angelegt, Personalien
festgestellt und unrechtmäßig Fotos auf denen eine Nummer hochgehalten
werden musste erzwungen. Menschen die gegen die unrechtmäßige Maßnahme
protestierten wurden Brutal misshandelt. In dem Vordergebäude der Schule
dem Sozialem Zentrum wurden Menschen in Gruppen eingepfercht um weitere
Fotos unter Zwang zu erstellen und ihre Personalien festzustellen.
Einige der Geflüchteten wurden in dieser Situation nach ihren
Handynummern gefragt. Menschen ohne Papiere wurden abgeführt. Es wurden
unter anderem unrechtmäßig Anzeigen wegen sogenannter Verletzungen der
Residenzpflicht erstellt.

Diese Maßnahmen haben nichts mit der Polizeilichen Arbeit, zur Suche
eines Tatverdächtigen zu tun, besonders da sich die Tat außerhalb des
Geländes ereignet hat. Alle Bewohner des Hauses zu Kriminalisieren und
Anzeigen zu kreieren aus Gründen die nicht im entferntem mit der Suche
nach einem möglichen Täter der sich in die Schule geflüchtet haben
könnte, ist ein Skandal, der den Unwillen der Einsatzkräfte vor Ort sich
an geltende Gesetze zu halten belegt.

Die öffentliche Meinung ist nach den Räumungsdrohungen durch Henkel
zuletzt zu Gunsten des Protests der Geflüchteten ausgefallen. Das genau
zu diesem Zeitpunkt eine so martialische Polizeiaktion gegen die von
Geflüchteten bewohnten Gerhard-Hauptmann-Schule stattfindet ist wohl
kein Zufall. Vielmehr scheint in diesem kriminalisierenden und
menschenverachtenden Vorgehen der Berliner Polizei politische Motivation
durch: Die Protestbewegung der Geflüchteten soll durch
Machtdemonstrationen der Polizei eingeschüchtert werden. Die pauschale
Verdächtigung der gesamten Menschen, die in der Schule wohnen ist
eindeutig auf rassistisches Vorgehen und Denkmuster zurückzuführen.

Die unrechtmäßig unter Gewalt erstellten Fotos und Anzeigen müssen
sofort gelöscht und fallengelassen werden und die dafür verantwortlichen
müssen zu Rechenschaft gezogen werden.

Freigelassene kamen durch die Polizei Absperrung traumatisiert und mit
Kopf und anderen Verletzungen zu der fassungslosen Nachbarschaft. Eine
Person ist nach der Attacke durch einen Polizisten auf einem Ohr taub.
In ihrer Stellungnahme spricht die Polizei von Anzeigen wegen
Widerstand, Körperverletzung und Beleidigung die sie gegen Nachbarn
erstellt hat, die vor der Polizei Absperrung einen Stopp des Vorgehens
der Polizei forderten. Dies entspricht nicht der Wahrheit die Anzeigen
wurden vielmehr bei den unrechtmäßigen erstellten Fotos und festnahmen
unbeteiligter gefertigt, die sich gegen die Behandlung protestierten.

Das vorgehen der Polizei wird von Anwälten untersucht.

Wir fordern:

Vernichtung aller illegal erstellten Fotos

Fallenlassen aller Anzeigen die illegal zustande gekommen sind

Bildung einer unabhängigen Untersuchungskommission

Verantwortung der verantwortlichen vor dem Rechtsstaat

Untersuchung der von den Polizisten begangenen Straftaten

———————

*Deklaration to the massive violaton of law from the site of the police
during the police action on the 16th and 17th dezember 2013.*

Massive police violance against refugees in kreuzberg. Protestmovement
of refugees should be criminalist. We demand an investigation and a
rethink from the police and the interior senat.

On the 16.12.2013 at 10 pm outside of the school there was a dispute
between several man. There were serious injuries and one person was
driven away by ambulance. The folowing acting of the police was in
several matters against applicable laws.

A for the search of one person disproportionate police contingent of
approximately 150 police officers closed from 11 pm to 03:30 am the next
morning, the school completely.
The Legal review of the approach of the police was prevented. Lawyers
and politicians were kept out of sight so that there was no witnesses to
the criminals acting of the police.

Also the SEK broke into the house. There were arbitrarily
criminalization of inhabitants. General to everyone was applied
handcuffs, identity controll and unlawfully photos on which a number had
to be upheld enforced. People who were abused were protesting against
the illegal and brutal action. In the front of the school building the
social center people were taken in groups to create additional photos
identity controls. Some of the refugees were asked in this situation
about their cell phone numbers.

People without documents were taken into costety. It was created,
illegal charges because of so called violation of residenzpflicht.

This measures have nothing to do with the Police work after the search
of a suspected person, especially since the act took place outside the
school. To criminalize all inhabitants of the house and to create
charges for reasons that are not related to the search for a possible
offender who could have fled into the school, is a scandal. Which shows
the unwill of the police forces in the place to behave acording to the law.

The public opinion was recently because of the threat for eviction from
Henkel in favour with the protest of the refugees. That exactly at this
time a so martial police action against the refugees from the Gerhard
Hauptmann school takes place is most probably not random. Rather, this
appears in the criminalizing and dehumanizing actions of the Berlin
police with a political motivation: The protest movement of the refugees
should get intimidated by a show of force to the police. The lump-sum
suspicion of the total people living in the school is clearly leading
back to racist actions and thought patterns.

The unlawfully under violance created photos and the charges have to be
deleted immediately and the charges dropped and the responsibles have to
be brought in front of justice.
Freedmen were traumatized and came with head and other injuries to the
stunned neighborhood. A person is deaf in one ear after the attack by a
policeman. In its deklaration, the police speaks of charges on
neughboors they made, like resistance, assault and insult. This is not
true. Neighbors called for a stop of the proceedings of the police. The
charges were rather made when they created the unlawful photos and
arrestments of uninvolved who protested against this treatment.

There will be investigations by lawyers on the police actions.

We demand:

For an independent investigation commission
Charge of the responsible in front of the rule of law
Destruction of all illegally created photos and charges
Investigation of the crimes committed by the police


http://asylstrikeberlin.wordpress.com/

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