Statements aus Neukölln zu Heinz Buschkowsky und seinem Buch “Neukölln ist überall”

Statements aus Neukölln zu Heinz Buschkowsky und seinem Buch “Neukölln ist überall”

SPD Freund Sarrazin hat es vorgemacht: Mit rassistischen und diffamieren- den Thesen lassen sich Bestseller verkaufen. Dabei spielt es für den Bezirksbürgermeister keine Rolle, dass er Menschen diskriminiert und verletzt.

Die steigenden Verkaufszahlen seines Buches „Neukölln ist überall” sind alarmierend. Es wird von latenten und bekennenden Rassist_innen gefeiert und fördert die Spaltung einer pluralistischen Gesellschaft. Sollte es nicht vielmehr erschrecken, wenn solche Bücher auf ein derartiges Interesse stoßen? Denn mit seinen Aussagen schafft er das Bild einer Gesellschaft, in der es eine klare Trennline zwischen dem “Wir” und “den Anderen” gibt. Aber wer ist „Wir” und wer sind „die Anderen”? Buschkowsky behauptet:

Das „Wir” ist demokratisch und das „Ihr” folgt archaischen Strukturen. Das „Wir” ist mit sozialen Problemen konfrontiert und das „Ihr” ist dafür verant- wortlich. Das „Wir” ist das Gute, das „Ihr” ist die Bedrohung. Das „Wir” darf fordern und das„Ihr” hat sich diesen Forderungen zu unterwerfen.

In seiner Integrationsdebatte thematisiert Buschkowsky nicht die strukturellen Benachteiligungen, nicht die Sondergesetze gegen Menschen ohne deutschen Pass, wie etwa Arbeitsverbote, Ausschluss vom Wahlrecht und Residenzpflicht. Er thematisiert nicht den Rassismus, der Zugang zu Arbeit, zu menschenwürdigem Wohnraum und zu gesellschaftlicher Teilhabe erschwert. Er spricht nicht darüber, dass Menschen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, immer noch als „Ausländer” wahrgenommen und dis- kriminiert werden.

Darf sich so ein Typ das Recht nehmen zu sagen, was Neukölln ist? Wer hat diesen Mann eigentlich gewählt und wer wird alles von der Wahl ausgeschlossen? Viele Stimmen aus Neukölln bleiben ungehört, auch jetzt, wenn es um die Aussagen in Buschkowskys Buch geht. Es ist an der Zeit der Spaltung entgegenzutreten und andere Stimmen laut werden zu lassen!

AG Buschkotzky vom Bündnis gegen Rassismus (Videoaufnahmen vom Dezember 2012.)

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