Veranstaltungen: Auseinandersetzung mit Rassismus und Orientalismus Wochenendseminar

Sa, 9.11.13 11 Uhr Landesstiftung
bis So, 10.11.13 16 Uhr
Berlin, siehe Text
Auseinandersetzung mit Rassismus und Orientalismus
Wochenendseminar
Rassismus und rassistische Diskriminierung ist für viele Menschen in Deutschland Alltag. Dennoch wird Rassismus als gesellschaftliches Problem von der deutschen „Mehrheitsgesellschaft“ weitestgehend ignoriert und als Problem derjenigen angesehen, die rassistisch diskriminiert werden.

Werden in Deutschland rassistische Vorstellungen immer wieder reproduziert, indem ein als weiß konstruiertes, deutsches ‚Wir‘ über die sogenannten ‚Anderen‘ urteilt und spricht? Oft spielen bei diesen Denkmustern orientalistische Vorstellungen und Darstellungen über die ‚Anderen‘ eine Rolle.  Dazu schreibt Edward Said: „The Orient was almost an invention of the West“– Der Orient ist eigentlich eine Erfindung des Westens.

Was ist Orientalismus? Wo spielt er heute eine Rolle? Wie hängen Orientalismus, Kolonialismus und Rassismus zusammen?

Dieses Wochenendseminar richtet sich an Menschen die in Deutschland keinen Rassismus erfahren, die sich mit ihrer Rolle innerhalb von rassistischen Strukturen, Machtverhältnissen und kolonialen Kontinuitäten beschäftigen wollen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf Orientalismus als rassistische Struktur und Denkweise gelegt. Ziel ist, diese Strukturen zu reflektieren, in Teilen aufzubrechen und neue Handlungsperspektiven zu eröffnen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist Interesse am Thema und die Bereitschaft eigene Positionen zu hinterfragen. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Wir wollen im Seminar mit verschiedenen Medien wie Film und Werbung arbeiten und mit Elementen aus der Theater- und Körperarbeit verbinden, um ein Verständnis für die eigene Rolle in rassistischen Strukturen zu entwickeln.

Teamerinnen:

Natascha Nassir-Shahnian ist Politikwissenschaftlerin (M.A.) und seit einigen Jahren in rassismuskritischen Bündnissen aktiv. Sie hat sich theoretisch und praktisch intensiv mit dekolonialen Ansätzen, „Feminismus of Color“, Empowerment sowie Critical Whiteness auseinander gesetzt.

Hanna Al Taher, Berlin-Amman, ist Politikwissenschaftlerin mit Forschungsschwerpunkten  Identitätskonstrukionen und dekoloniale Forschungsmethoden. Sie setzt sich mit rassismuskritischen Ansätzen aus dekolonialer/postkolonialer Perspektive auseinander und verbindet dabei wissenschaftliche, künstlerische und politische Elemente.

Die Teilnahme ist auf 15 Personen beschränkt, die Veranstaltung ist kostenfrei.
Wir bitten um eine schriftliche Anmeldung an:

Tanya Lazova: lazova@bildungswerk-boell.de

Veranstaltungsort: Allmende, Kottbusser Tor 25-26, 3. Etage, 10967 Berlin

Falls Sie barrierefreie Zugangsmöglichkeiten benötigen, fragen Sie bitte bei uns nach. Wir versuchen unsere Veranstaltungen auf Nachfrage barrierefrei zu gestalten.

Veranstalter: Arbeitskreis Zukunft des Sozialen, Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Kottbusser Damm 72, 10967 Berlin
www.bildungswerk-boell.de

Die Veranstaltung wird gefördert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

Diese Einladung darf gerne an weitere Interessierte weitergeleitet werden.

Veranstalter Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Veranstaltungs- ort
Berlin, siehe Text
Anmeldung Anmeldung per E-Mail
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