Pressemitteilung: 27.09.13 Kundgebung nach dem rassistischen Angriff in Bernburg

Zugtreffpunkt 13Uhr am Magdeburger Hauptbahnhof
14.30Uhr Beginn der Kundgebung am Bernburger Bahnhof

Am Samstagabend, dem 21.09.2013, griffen neun Männer, alle dem rechten
Spektrum zuzuordnen, den Besitzer des Schnellrestaurants „AliBaba“ an.

Der Mann wurde beim verschließen seiner Gaststätte rassistisch
beschimpft, danach körperlich zu Boden geprügelt. Das Opfer erlitt
lebensbedrohliche Schädelbrüche und liegt derzeit auf der
Intensivstation der Uniklinik Halle im künstlichen Koma. Die
Verletzungen seien so stark, das der Mann, nach Auskunft der Ärzte,
bleibende Hirnschäden davontragen wird.

Die Polizei reagierte (diesmal) schnell und nahm 9 Tätverdächtige fest.

Drei Nazis aus der Gruppe sitzen derzeit in der JVA Dessau-Rosslau. Die
Staatsanwaltschaft Magdeburg hat nur gegen drei der Angreifer Haftbefehl
erlassen. Gegen diese wird nun wegen versuchtem Totschlag und
gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Laut Aussage der Freundin des Opfers soll es sich bei den Angreifern
klar um eine Gruppe Neonazis gehandelt haben. Diese seien nicht nur
äußerlich an ihren Glatzen und Springerstiefeln zu erkennen gewesen, sie
hätten auch ausländerfeindliche Parolen skandiert. Dies bestätigt
mittlerweile auch die Polizei.

Die Presse verharmloste anfangs die Tat als `Schlägerei`. Das was dort
jedoch geschah, war weder eine Schlägerei, noch ein Überfall. Es war ein
brutaler, willkürlicher Angriff aus menschenverachtenden Gründen. Was
die NPD propagiert, wird in Form solcher Angriffe auf der Straße in die
Tat umgesetzt.

Menschen, wie Abdul R., die eben nicht in das Weltbild von Neonazis
passen, sind Tag für Tag rassistischen und menschenfeindlichen
Beleidigungen und Angriffen ausgesetzt.

Weder vergeben- noch vergessen- Rassismus bekämpfen!

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