Soli-Party im Möbel Olfe 1. Juli 2013 / 20h

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Flyer Herunterladen (als pdf):

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Aufruf Festival gegen Rassismus 2013

Festival gegen Rassismus 2013

16.-18. August 2013, Blücherplatz, Berlin-Kreuzberg

Rassismus geht uns alle an!

Reflektieren und kämpfen!

Widerstand vernetzen!

Das Festival gegen Rassismus 2013 thematisiert den allgegenwärtigen Rassismus in unserer Gesellschaft und will den Widerstand dagegen voranbringen – denn Rassismus ist keine Randerscheinung, sondern grundlegender Bestandteil der Gesellschaft.

Wir wollen mit dem diesjährigen Festival rassistische Strukturen sichtbar machen und sie bekämpfen. Der antirassistische Widerstand in Deutschland ist vielfältig und hat eine lange Geschichte. Das Festival will einen Raum schaffen, in welchem die unterschiedlichen Widerstandsgeschichten aufgegriffen, erzählt und in Solidarität verbunden werden. Unser Widerstand soll weiterhin selbstorganisiert fortgeführt und darüber hinaus bundesweit vernetzt und ausgebaut werden.

Wir sagen „Rassismus geht uns alle an!“, denn die rassistischen Verhältnisse in Deutschland prägen jede_n von uns: sowohl die von Rassismus betroffenen als auch die von Rassismus profitierenden Menschen. Ein erheblicher Teil dieser Gesellschaft wird durch das Unterdrückungssystem Rassismus ausgegrenzt (z.B. in Gestalt von Einwanderungs- und Asylpolitik). Ein weiter Teil dieser Gesellschaft hingegen profitiert von dieser Ausgrenzung, weil der Zugang zum gesellschaftlichen Allgemeingut und Teilhabe sowie seine Repräsentation auf allen gesellschaftlichen Ebenen für diesen Teil der Gesellschaft selbstverständlicher sind. Die Verwehrung von Grund- und Menschenrechten, Isolation und Abschiebung, alltägliche Entwürdigung und Verarmung, Bedrohung und Tod sind Konsequenzen für die Menschen, die dem Rassismus in Deutschland ausgeliefert sind. Diese gesellschaftlich tief verankerte Gewalt muss gemeinsam bekämpft werden! Um Rassismus wirkungsvoll entgegen zu treten, müssen sich alle ihrer eigenen Rolle und Verantwortung in diesem ausbeuterischen Gewaltverhältnis bewusst werden.

Auch dieses Jahr wird das Festival gegen Rassismus die Perspektiven von Menschen, die von Rassismus betroffen sind, in den Mittelpunkt stellen. Außerdem schafft das Festival wieder eine Plattform für Austausch und versteht sich als Gegenöffentlichkeit zu den in den deutschen Medien vorherrschenden Darstellungen als Opfer oder Täter. Wir wollen mit dem Festival auch gemeinsam und kreativ Ideen zum Widerstand entwickeln und somit Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Zu den Strategien gegen Rassismus gehört auch die Verknüpfung mit anderen system- und kapitalismuskritischen Kämpfen.

Wir laden alle ein, die sich gegen vorherrschende menschenverachtende Normen und Wertesysteme wehren, auf dem Festival gegen Rassismus mitzumachen.

Das Festivalprogramm wird aus einem künstlerischen und politischen Bühnenprogramm, Diskussionsrunden, Lesungen, Ausstellungen, Theater, Filmvorführungen, Aktionen, Workshops und einem Kinderprogramm bestehen. Um diesen vielfältigen Raum gemeinsam politisch zu gestalten, fordern wir euch alle auf: uns zu treffen, kennenzulernen, zu verstehen, zu informieren, zu diskutieren, gemeinsam zu stärken, Spaß zu haben und vieles mehr.

Aufruf zur Beteiligung am Festival gegen Rassismus 2012

Festival gegen Rassismus
Irkcılığa karşı Festival
Participation in the Festival against Racism
Llamado a la participación en el festival contra el racismo
festival contre le racisme

17.-19.08.2012, Blücherplatz, Berlin-Kreuzberg

Samstag, 11.08.12, 19 Uhr

Festival Programm

Alle Musik/Lesung/Workshop/Filmvorführung/u.a.-Puzzleteile hat das Festivalbündnis zusammengefügt, um schließlich dieses vielseitige und interessante Programm verkünden zu können.
Wir danken allen beteiligten Personen! Mehr info…

Pressemitteilung: Ankündigung “Festival gegen Rassismus” – mit der Bitte um Veröffentlichung -

”Festival gegen Rassismus“ startet Mobilisierungsphase. Rassismus benennen.

Vernetzung gegen Rassismus bundesweit organisieren! Seit 1990 starben mindestens 180 Menschen in Deutschland durch Angriffe von Nazis und Rassist_innen. 10 Jahre lang konnte der „NSU“ ungehindert rauben und Menschen wegen ihrer vermeintlichen Herkunft ermorden. Dies ist aber lediglich die Spitze des Eisberges – die Spitze der Auswirkungen eines breit in der Gesellschaft verankerten Rassismus, dem tagtäglich Menschen wegen ihrer zugeschriebenen Herkunft, ihrer Religion, ihrer Lebensweise oder dem sozialen Status ausgesetzt sind. Rassismus bestimmt den Alltag dieser Menschen in Deutschland: auf der Straße, in den Medien und vor allem in Institutionen und durch Gesetze.

Vom 17. bis 19. August veranstaltet deshalb ein breit angelegtes antirassistisches Bündnis ein „Festival gegen Rassismus“, das am Blücherplatz in Berlin Kreuzberg stattfinden wird. Ziel ist die Schaffung einer bundesweiten Plattform zur Vernetzung von rassismus-kritischen Gruppen und Initiativen. Diese Plattform könnte die Chance bieten, eine breite Gegenöffentlichkeit zum herrschenden Diskurs in Deutschland herzustellen.

Auf dem Festival werden Workshops, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Theateraufführungen und Ausstellungen stattfinden, in denen Raum für kritisch-reflektierte Auseinandersetzungen zum Engagement gegen Rassismus eröffnet wird. Das vielfältige Musikprogramm wird dem Festivalanliegen eine künstlerische Bereicherung sein.

Es gibt unzählige Impulse, Ereignisse und politische Debatten, die uns dazu bewegt haben, zusammen ein solches Festival auf die Beine zu stellen: jene “weißdominierten” Diskurse der so genannten Mehrheitsgesellschaft über „Integration“ als Dominanzverhältnis, die „Islamdebatte“, Migration und Zuwanderung, Aufenthaltsstatus, Asylrecht und Menschenrechte sowie vieles mehr.

Dass parallel zu unserem Festival nun die Rassist_innen und Sozialchauvinist_innen von “Pro Deutschland”, eine der rechtspopulistischen Kleinstparteien, im selben Zeitraum ein “Wochenende der Superlative” in Berlin ankündigen und dabei genau von diesem breit in der Gesellschaft verankerten Rassismus profitieren wollen, verwundert dann kaum noch.
Für uns gehören das Agieren zu und das Reagieren auf Rassismus zusammen. Für das Agieren steht das “Festival gegen Rassismus”, dass das Thema Rassismus im gesamtgesellschaftlichen Kontext weit über rechtspopulistische und rassistische Kleinst- bzw. Splitterparteien hinaus thematisiert und problematisiert. Wir thematisieren Rassismus im gesamtgesellschaftlichen Kontext, welcher weit über rechtspopulistische, rassistische Strömungen hinaus reicht und in der „Mitte der Gesellschaft“ verankert ist.

Wir rufen daher dazu auf, sich am Festival gegen Rassismus, welches jährlich stattfinden soll, zu beteiligen.

Kontakt:
Festival-Presse@Riseup.net
c/o Allmende e.V.
Kottbusser Damm 25 / 26
10999 Berlin

Unterstützer_innen:
Allmende e.V. – Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur · Gays & Lesbians aus der Türkei/ Türkiyeli Escinseller
Dernegi (GLADT e.V.) · Kurdistan Kultur- und Hilfsverein (KKH e.V.) · Migrationsrat Berlin Brandenburg (MRBB) ·
Reclaim Society · ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ·
Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) · Afrique-europe interact · Amaro Foro · Movement in Motion ·
Flüchtlingsinitiative Berlin Brandenburg (FIBB e.V.) · Initiative Grenzen-Los! · Street Roots · Der kurdische
Elternverein (YEKMAL) · Dersim Gemeinde e.V. · Türkiyeli Komünistler · Gruppe Soziale Kämpfe (GSK) ·
Antirassistische Initiative (ARI) · Autonome Antifa Neukölln (AAN) · Berliner VVN-BdA e.V. · VIA-Regionalverband
Berlin/Brandenburg e.V. · Bündnis gegen Rassismus · Bündnis „Zusammen handeln“ gegen rassistische Hetze und
soziale Ausgrenzung!” · Bündnis gegen Lager · Bündnis gegen das Schweigen · Iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. ·
Halk Kültür Evi / Volkskulturhaus Bad Kreuznach · Özgürlük ve Dayanisma Almanya/Freiheit und Solidarität · The
VOICE Refugee Forum Germany – Flüchtlinge und Asyl in Deutschland · Gesellschaft für politische Bildung und
Partizipation UG

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