22. November – Proteste gegen Naziaufmarsch

Aufruf zu friedlichen Gegenprotesten!
22. November – Naziaufmarsch verhindern!
Kundgebung ab 13h

Die rassistischen Proteste der letzten Wochen, die sich gegen
Flüchtlinge und ihre Unterbringung in unterschiedlichen Berliner
Bezirken richten, sollen ihren vorläufigen Höhepunkt in einer
Demonstration am 22.11.2014 in Marzahn-Hellersdorf haben. Zahlreiche
angebliche "Bürgerinitiativen" und andere rechtsextreme Organisationen
rufen dazu auf, mobilisiert wird auch über Berlin hinaus.

Es ist zu befürchten, dass dies der größte rassistische Aufmarsch der
letzten Jahre in Berlin wird.

Bitte leitet den beigefügten Aufruf schnell über eure Verteiler weiter!

Ein breites Bündnis aus antifaschistischen Gruppen und Initiativen ruft
zu Blockaden auf. Die großen und breiten Straßen im Plattenbau-Kiez
stellen uns dabei vor eine Herausforderung. Es werden daher viele
Menschen notwendig sein, die sich den Nazis kreativ und entschlossen in
den Weg stellen. Erfahrungen aus den letzten Jahren, wie in Magdeburg
oder Dresden, haben deutlich gezeigt, dass große Aufmärsche nur gestoppt
werden können, wenn wir ihnen mit einer breiten Palette an
Protestaktionen begegnen. Wir sind deshalb solidarisch mit allen
Aktionsformen, die den Aufmarsch der Nazis stören, blockieren oder
verhindern wollen!

Aktuelle Infos:
http://akmh.blogsport.eu/2014/11/22-november-naziaufmarsch-verhindern/
http://www.verdi-berlin.de
http://www.attac-berlin.de
https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/events/1307-20141122.htm

Vortreffpunkte:
12 Uhr Ostkreuz (Sonntagstraße) – für Kreuzberg / Neukölln / Treptow / etc.
12Uhr Frankfurter Allee (Sparkasse) – für Friedrichshain / Pankow /
Weißensee /

Yalla Yalla FESTIWALLA 2014 – NO Justice – NO Peace

iebe Freund_innen des FESTIWALLAS. Fühlt euch eingeladen und leitet die Nachricht bitte weiter

Es ist wieder so weit. Das Festiwalla geht wieder in die nächste Runde. Unter dem Motto NO Justice – NO Peace! Widerstand dem Krieg vom 26. – 29. November findet das nunmehr vierte Jugendtheaterfestival, welches von Jugendlichen des JugendtheaterBüros Berlin ins Leben gerufen wurde,  auch dieses Jahr wieder im Haus der Kulturen der Welt (HKW) statt. 
Realisiert von jungen Künstlerinnen und Künstlern schafft es Raum für Jugendliche, Initiative zu ergreifen, sich auszutauschen, Alternativen zu erforschen und ihren Ansichten Gehör zu verschaffen. Unter dem diesjährigen Titel „NO Justice – NO Peace! Widerstand dem Krieg.“ setzen wir uns mit den Themen Krieg, Gefahrengebiete und Widerstand auseinander. Wir betreiben unsere eigene Konfliktforschung mit Theaterstücken, Performances, Workshops, Diskussionen, Ausstellungen, Konzerten und künstlerischer Aktion. 
Worum geht es?
Krieg… Ist er wirklich so weit weg? Nur eine Sache der Vergangenheit oder anderer Länder? Jenseits der Gedächtnispflege zum diesjährigen Jahr des Gedenkens an 1914 wird hier Krieg durch die Augen der Jugend betrachtet: Woher kommt Krieg und wie wird er begründet? Wo sind die wirklichen ‚Gefahrengebiete’ in unserer Gesellschaft? An den Grenzen Europas? In der Schule, im Job-Center oder im eigenen Kiez? 
Und wenn wir Ungerechtigkeiten überwinden wollen: Geht das gewaltfrei?
Wir wollen aus der Geschichte lernen, denn: Erinnern ist nicht genug! Wir machen uns auf die Suche nach echter Freiheit und echtem Frieden. 
Schaut rein in unser Programm: http://www.grenzen-los.eu/termine/
Weitere Informationen findet ihr anbei. Bis dahin: Yalla! Yalla! Festiwalla!

Kulturradio: Alltagsrassismus in Deutschland

Hörenswert, viele tolle Beiträge:

Alltagsrassismus in Deutschland
Mal ist es ein Blick. Dann wieder eine Frage:„Wo kommst du her? Also,
ursprünglich?“. Solche Situationen zeigen: Wer schwarz ist, ein Kopftuch
trägt oder einen ausländisch klingenden Namen hat, wird von vielen
Menschen in Deutschland als fremd, nicht zugehörig empfunden. Für
diejenigen, die solche Blicke und Fragen aushalten müssen, ist das
verletzend. Anne Bohlmann hat mit Frauen gesprochen, die sich gegen
Alltagsrassismus wehren.

http://www.kulturradio.de/zum_nachhoeren/

PM 17.11. Erneut hunderte auf rassistischer Montagsdemo in Marzahn – Starker,antirassistischer Gegenprotest

An die Ressorts Berlin /Inland

17.11.2014

Erneut hunderte auf rassistischer Montagsdemo in Marzahn – Starker
antirassistischer Gegenprotest

Am heutigen Tag versammelten sich nun schon in der dritten Woche in
Folge Nazis und rassistische Anwohner_innen in Marzahn, um gegen das
durch den Senat geplante Containerlager für Geflüchtete zu hetzen.
500 Rassist_innen und Nazis, darunter zahlreiche bekannte Nazis des
Netzwerkes NW-Berlin, der NPD und der Partei „Die Rechte“ liefen mit
lockerer Polizeibegleitung eine Route durch Marzahn. Sie skandierten
rassistische Sprüche, Gewaltandrohungen gegen Geflüchtete und
bedrängten die angereisten Journalist_innen so sehr, dass diese die
Begleitung des Aufmarsches abbrechen mussten. Die Berliner Polizei
griff nicht ein.
„Für uns gibt es keinen Unterschied zwischen sogenannten
Anwohner_innen und den Rassist_innen. Wer mit der NPD läuft, teilt
auch ihre menschenverachtenden Ansichten. Die Polizei hat heute
deutlich gemacht, dass sie den Nazis alles durchgehen lässt; war aber
nicht dazu in der Lage, die Vertreter_innen der Presse zu schützen“,
erklärte Tanja Roth, Pressesprecherin des AStA der
Alice-Salomon-Hochschule.

Auf einer angemeldeten Gegenkundgebung und Demonstration setzten 600
antirassistische Aktivist_innen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus
und Neonazismus.
Dabei wurden sie enorm von der Polizei bedrängt, schikaniert und am
Ausdruck des Protest gehindert. Dazu Tanja Roth: „Die Berliner Polizei
hat mal wieder deutlich gemacht, dass sie legitimen, antirassistischen
Protest für das Problem hält. Durch ihr martialisches Auftreten
versucht sie, uns unseren Protest und unseren Ausdruck zu nehmen. Wir
lassen uns nicht kriminalisieren. Wir werden gemeinsam mit den
solidarischen Menschen aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf weiterhin
unseren Prostest gegen Rassismus und Menschenverachtung auf die Straße
tragen.“
Trotz des massiven Polizeiaufgebots und Anfeindungen von Seiten
rassistischer Anwohner_innen entlang der Route, sowie diversen Attacken
durch Feuerwerkskörper, zog die Demonstration entschlossen durch
Marzahn. Dazu Tanja Roth: „Die Politik spricht davon, die sogenannten
Ängste der Bürger_innen hier ernst zu nehmen. Wir nehmen die
rassistische
Einstellung und die mangelnde Abgrenzung gegenüber Nazis vieler
Bürger_innen sehr ernst. Wir fordern die Politik auf, den sich an
vielen Stellen in Berlin bahnbrechenden Rassismus nicht mehr
totzuschweigen. Denn wir gehen davon aus, dass diese Leute auch zu
weitaus schlimmeren Taten bereit sind. Die Würfe von Feuerwerkskörpern
in eine Menschenmenge legen dies nahe.“
Zeitgleich demonstrierten in Berlin-Buch 200 Gegendemonstrant_innen
gegen einen dort stattfindenden Aufmarsch von 150 Nazis und
rassistischen Bürger_innen.
Auch am 22.11.2014 soll es in Marzahn wieder einen rassistischen
Aufmarsch geben. Es ist damit zu rechnen, dass es der größte
Naziaufmarsch in Berlin seit Jahren wird. Ein breites Bündnis aus
antifaschistischen Initiativen und lokalen antirassistischen Gruppen
hat dagegen zu Blockaden aufgerufen.
„Wir werden nicht klein bei geben. Auch am 22. werden wir auf die
Straße gehen und den Nazis mit kreativem Protest entgegentreten und
nicht zulassen, dass die Rassist_innen die menschenfeindliche
Flüchtlingspolitik des Senats auf brutalste Weise umsetzen“, sagte
Tanja Roth, die Pressesprecherin des Bündnisses.

Bei Rückfragen stehen wir unter folgender Nummer zu Verfügung
015143646617

//// // Antifa/ra Referat //// //
AStA der Alice Salomon Hochschule

Sprechzeiten WiSe 14/15:
siehe Homepage http://www.asta.asfh-berlin.de/

eMail:
antirafa@ash-berlin.eu

Screening ID-Without Colors. Do. 20.11.2014, 19:00 Uhr

Diese Woche Donnerstag, 20.11. um 19:00 Uhr zeigen die
Frauenkreise-Berlin den Film ID-Without Colors. Protagonist*innen aus
dem Film und Aktivist*innen von KOP werden auch dabei sein. Ihr seid
alle herzlich eingeladen und ich würde mich freuen Euch dort zu sehen.

Frauenkreise-Berlin
Choriner Str. 10
10119 Berlin
(U8: Rosenthaler Platz)

Donnerstag, 20.11.2014
19:00 Uhr
Film und Gespräch: „ID-Without Colors“
<https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.frauenkreise-berlin.de%2Fuploads%2Fdownloads%2FID-Without%2520Colors.pdf>*

Mit anschließendem Gespräch mit Aktivist*innen der Kampagne für Opfer
rassistischer Polizeigewalt (KOP)

„ID-WITHOUTCOLORS“ entstand in Zusammenarbeit mit der Kampagne für Opfer
rassistischer Polizeigewalt und dem Migrationsrat Berlin-Brandenburg. Er
ist der erste Dokumentarfilm zu Racial Profiling in Deutschland.
Filmemacher Riccardo Valsecchi nähert sich der polizeilichen Praxis des
Racial Profiling über Gespräche mit Berliner Passant*innen, Betroffenen,
Politiker*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und
Sprecher*innen der Polizei. Im Sommer 2013 feierte der Film seine
Premiere und wurde seitdem mit dem ersten Preis des Sardinia Film
Festival 2013 und des Berliner Ratschlags für Demokratie ausgezeichnet.
Seit April 2014 ist der Dokumentarfilm auch auf DVD erhältlich,
inklusive Bonusmaterial zu „Was tun bei rassistischer Polizeigewalt?“,
das in Zusammenarbeit mit dem JugendtheaterBüro Berlin entstanden ist.

Filmemacher: Riccardo Valsecchi, Regieassistent: Filippo D’Antoni,
Musikalische Beratung: Nico Lippolis, Audio-Editor: Alessandro
Mongardini, Fotograf: Riccardo Valsecchi
Eintritt frei!

Hier geht’s zur Veranstaltung auf Facebook
<https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fevents%2F640198986094935%2F&gt;

Presseinfo: Einschätzung zur “Bürgerinitiative Marzahn”

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Ihre Arbeit möchten wir Ihnen unsere Einschätzung zur
“Bürgerinitiative Marzahn” zur Kenntnis geben. Für Fragen und Hinweise
stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung und bitten Sie dabei
möglichst um eine Verschlüsselung der Kommunikation mit PGP. Unseren
öffentlichen PGP-Schlüssel finden Sie im Anhang.

Mit freundlichen Grüßen, das Recherchekombinat Oprema

Mit der Initiierung einer rassistischen Kampagne bestimmten Nazis aus
dem Netzwerk “Nationaler Widerstand Berlin” im letzten Jahr maßgeblich
die politische Auseinandersetzung um ein Lager für Geflüchtete im
Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Anfangs hielten sich die MacherInnen mit
ihrer nationalsozialistischen Gesinnung zurück und konnten, unter
breiter Beteiligung von AnwohnerInnen, erfolgreich die
“Bürgerinitiative Marzahn-Hellersdorf” aufbauen. Der tief in der
Gesellschaft verwurzelte Rassismus kam ihnen dabei ebenso zugute wie das
Agieren in einem Sozialraum, der in den 1990ern und darüber hinaus von
einer relativ hohen Anzahl junger NationalsozialistInnen bewohnt war.
Der Kiez östlich des Hellersdorfer Grabens, zwischen den U-Bahnhöfen
Neue Grottkauer Straße und Hellersdorf, entsprach annähernd dem
Konzept einer “National befreiten Zone”, in dem die Nazis selbstbewusst
auftraten, ausgemachte Feinde verfolgten, bedrohten und verprügelten.
Insbesondere der U-Bahnhof Cottbusser Platz, mit dem bis heute genutzten
Nazi-Treff “Viwa-Imbiss” und den “Glatzendiscos” im Jugendklub “U5″,
entsprach zeitweise einer No-Go-Area. Zu dieser Zeit lebte nicht ganz
zufällig der NPD-Kader Andreas Storr im Bezirk, der die lokale
Nazi-Szene maßgeblich organisierte. Ihm wird der Aufruf “Schafft
national befreite Zonen!” von 1991 zugeschrieben. Nicht zu
unterschätzen für das Fortwirken von Nazi-Ideologemen bis heute ist
die breite Geläufigkeit der Nazi-Subkultur in der Generation, die in
den 1990ern im Bezirk sozialisiert worden ist und nun selbst Kinder
groß zieht.

Doch die bürgerliche Mimikri der Bürgerinitiative hielt nicht lange,
so dass sich die AnwohnerInnen, die sich das Stigma des “Nazi” nicht
anhängen lassen wollten, von den nazistischen Hintermännern und
-frauen abwandten. Unter dem Label “Bürgerbewegung Hellersdorf” gelang
sowohl die Einbindung von Nazis der “Generation NSU”, die sich bis dato
von öffentlich wahrnehmbaren Aktivitäten zurück gezogen hatten, wie
auch die Integration von neuen AktivistInnen, die sich mit dem
völkischen Rassismus identifizieren können. Die alten KameradInnen
treibt dabei tatsächlich die Angst um ihre Kinder und die Reinheit des
“Volkskörpers” – konkret identifiziert mit “ihrem Kiez” – zu einem in
dieser Altersgruppe und Lebenssituation bemerkenswerten Aktivismus. Von
Anfang an dabei und neu auf der bezirklichen Bildfläche waren die
Nationalsozialisten René Uttke und Patrick Krüger.

Uttke lebte zuvor in Strausberg und gilt als politischer Ziehvater des
derzeitigen NPD-Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke. Frühere
Weggefährten beschreiben ihn als “Strippenzieher” im Hintergrund. Auch
Kontakte zum militant-rassistischen Musiknetzwerk “Blood & Honour”
werden ihm nachgesagt. Krüger macht aus seiner Gesinnung gar keinen
Hehl und bezieht sich auf seinen Social-Media-Kanälen klar auf die
nationalsozialistische Herrschaft und ihre Ikonen. Allein auf seinem
Kopf hat er mindestens zwei NS-Motive tätowiert. Er ist glühender
Anhänger der Terrororganisation “Combat 18″ und fungiert als
stellvertretender Landesvorsitzender der Partei “Die Rechte”. Neben der
nationalsozialistischen Ideologie verbindet beide die Erfahrung
längerer Knastaufenthalte samt Unterstützung und Vernetzung mit der
NS-Szene.

Bereits vor der Ankündigung des Senates über die Standorte der bis
2015 zu errichtenden Containerlager umtrieb die “Bürgerbewegung
Hellersdorf” die Frage nach weiteren Lagern in Hellersdorf oder Marzahn.
Dementsprechend wurde unmittelbar nach der Bekanntgabe eine Ablegerseite
mit dem Namen “Bürgerbewegung Marzahn” auf der Webplattform “Facebook”
eröffnet, die federführend von Uttke und Krüger betrieben wird. Die
Resonanz der AnwohnerInnen entspricht dort etwa der aus dem letzten Jahr
bekannten. Auch die Wohngebiete um das geplante Containerlager,
insbesondere das östlich gelegene, galt lange als in “Nazihand”. Im
April 1992 wurde dort Nguyen Van Tun von einem Nazi-Skinhead ermordet.
Und noch heute sind dort PassantInnen mit einschlägigen Kennzeichen
anzutreffen. Bemerkenswert ist auch, dass sich um eine bürgerliche
Fassade für die “Bürgerwegung Marzahn” kaum bemüht wird. Anders als
Marcel Rockel und Daniela Fröhlich halten sich Uttke und Krüger bei
öffentlichen Aktionen weit weniger bedeckt. Nach der Absage der ersten
“Montagsdemo” durch eine kleinbürgerliche AnwohnerInneninitiative
aufgrund der Solidarisierung durch die Nazis, übernehmen diese
schlichtweg das Format und rufen nach deren Erfolg bereits einen Tag
später zu einer Großdemonstration am 22. November 2014 auf.

Der Aufruf dazu beinhaltet deutliche nationalsozialistische Bezüge:
Bereits im ersten Absatz stellt man sich als “Spielball” einer
“asozialen Politik” dar, der unter “den Konflikten aus der ganzen Welt”
leidet. Am Ende werden “Identität” und eine “solidarische Gemeinschaft”
gefordert. Der Begriff der Identität ist eine begriffliche Entwicklung
der Neuen Rechten, die in den letzten Jahren zunehmend im orthodoxen
NS-Milieu verwendet wird und letztlich dasselbe wie die
(Volks-)Gemeinschaft meint. Der zweite Absatz schwadroniert von einem
verantwortlichen “Aggressor dieser Problematik”, ein Kriegstreiber, der
“nicht offen genannt werden darf”. Gemeint ist die Idee einer jüdischen
Weltverschwörung, ein zentrales Ideologem des Nationalsozialismus. Bei
der Argumentation von fragwürdigen Zahlen zu AsylbewerberInnen wird das
idealisierte Wirschaftssystem entsprechend völkischen Konzepten
biologistisch als “gesunde[r] wirtschaftlicher Kreislauf” benannt,
dessen “Fundament[.]” der Staat bildet. Geschlossen wird der Aufruf mit
einer Reminiszenz an das Horst-Wessel-Lied: “_Die Straße frei_ der
deutschen Zukunft”

Kritisch zu hinterfragen ist im Zusammenhang der jüngsten Entwicklungen
die Strategie des Senates, insbesondere der Innenverwaltung. Bisher
scheint es, als sollten die Ereignisse und die eindeutig rassistische
Stoßrichtung der “Bürgerproteste” unter den Teppich gekehrt werden.
Deutlich wird dies an der verharmlosenden Pressemitteilung der Polizei
zum Aufmarsch am 3.11. und auch dem scheinbaren Unwillen eine
demokratische Berichterstattung zu sichern. Die bedrohlichen Situation
zwang einige KollegInnen am 10.11. zum Abbruch ihrer Arbeit, andere
waren bereits zu Beginn stark eingeschüchtert und verließen die
Szenerie. Der Umstand, dass für den kommenden Montag sowohl eine
Demonstration des Vereins “Hellersdorf hilft” als auch der
“Bürgerbewegung Marzahn” am selben Ort genehmigt wurden, deutet auf die
Inkaufnahme oder gar den Willen zu einer Eskalation hin.

Für einen Überblick der jüngsten Mobilmachung in Marzahn empfehlen
wir folgende Chronologie: https://suburbanhell.org/chronik [1]

Auch die Aktivitäten von Uttke und Krüger lassen sich dort
nachvollziehen: http://goo.gl/y1iC62 [2] (Uttke) / http://goo.gl/9DyI62
[3] (Krüger)

Links:
——
[1] https://suburbanhell.org/chronik
[2] http://goo.gl/y1iC62
[3] http://goo.gl/9DyI62

17.11., Montag, 20 Uhr – Družbar @ NY59/Bethanien mit Küfa und Karaoke

Deutsch
English
Türkçe
Jugo
Castellano

# # #

Liebe Leute,

am Montag, den 17.11.14 laden wir ab 20h zum Soliabend in der Družbar* (New Yorck 59 im Bethanien, Mariannenplatz 2A) für einen Film und eine Familie.

Auf dem Programm stehen:
20:00 KüfA
21:00 Karaoke mit Glühwein (mit und ohne Alk) und Gemütlichkeit

Die Spenden des Abends gehen an zwei Gruppen:

Mit einem Teil der Spenden wird ein Film von Women of Color, welcher gerade in den Anfängen steckt, unterstützt. Der Film dokumentiert Rassismus und den Widerstand in Deutschland seit der Wende. Er gibt Menschen Raum, die selbst von Rassismus betroffen sind und möchte so einen ignorierten Teil deutscher Geschichte sichtbar und hörbar machen.

Der andere Teil der Spenden geht an eine Familie, die bis zu ihrer Räumung in der Gerhart-Hauptmann-Schule gelebt hat.

Kommt vorbei, bringt eure Freund_innen mit und lasst den ersten Tag der Arbeitswoche mit kühlen Getränken ausklingen!

*Die Družbar ist per Fahrstuhl erreichbar, die Toiletten sind leider nicht rolligerecht.

# # #

Good people, on Monday, 2014-11-17 at 8 pm we’ll have a Družbar* Solidarity Evening (New Yorck 59 in Bethanien, Mariannenplatz 2A) for a film and a family.

Our program:
20:00 Food for all
21:00 Karaoke with mulled wine (with and without alcohol) and cosiness

Donations are for two groups:

One half of the donations will be used to support a documentary by Women of Color who just started to create the film The documentary will be about racism and resistance against it in Germany since the reunion. It gives room to people who are affected by racism themselves and wants to make an ignored part of German history visible and audible.

The second half goes to a familiy that used to live in the Gerhart Hauptmann school until the eviction.

Please join us with your friends at the counter and have a toast on the first day of the work week!

*You can reach Družbar via elevator but the toilets aren’t accessible with wheelchairs.

# # #

Sevgili arkadaşlar,

17.11.2014 pazartesi gün saat 20’de sizleri Družbara (Bethanien, Mariannenplatz 2A,Keuzberg’de) bir film ve bir aile için dayanışma akşamına davet ediyoruz. Arkadaşlarınızla gelin ve keyfini çıkarın!

Program:
20:00 Herkes için yemekler
21:00 Karaoke sıcak şarapla (alkollü ve alkolsüz) ve rahatlıkla

Bağışlar iki grup için:

Bağışın bir kısmı Women of Color* tarafından yapılan başlangıçta bulunan bir filme verilecek. Film ırkçılıktan ve duvar yıkımı zamanından bu yana olan direnişten bahsediyor. Irkçılığa maruz kalanlara yer veren film Almanya’nın rafa kaldırılmış tarihini topluma göstermek ve ses vermek istiyor.

Bağışın diğer kısmı Gerhart-Hauptmann adlı okulda tahliye zamanına kadar oturan bir aileye verilecek.

* Irkçılığa maruz kalan kadınlar tarafından kullanan bir kelime.

-Družbar’da asansör mevcuttur fakat lavaboları tekerlekli sandalyeliler için uygun değildir.-

# # #

Drag_e prijatelji_ce,

u ponedeljak 17.11.14 od 20 sati vas pozivamo u Družbar (Bethanien,Mariannenplatz 2A,Kreuzberg) na solidarno veče za jedan film i jednu porodicu.
Svratite, dovedite društvo i uživajte!

Program
20:00 Kuhinja za sve
21:00 Karaoke uz kuhano vino (s alkoholom i bez alkohola) i udobnost

Donacije idu dvema grupama:

S jednim delom donacije će se podržati film, čije je snimanje tek počelo i koji snimaju Women of Color*.
Film dokumentira rasizam i otpor u Nemačkoj nakon ujedinjenja. Daje onim ljudima prostor, koji doživljavaju rasizam i s tim želi da jedan deo ignorisane nemačke istorije bude vidljiv i javan.

Drugi deo donacije je posvećen jednoj porodici, koja je do njenog prisilnog izbačenja živela u Gerhart-Hauptmann školi.

*Pojam služi kao samodefinicija žena, koje doživljavaju rasizam.

-U Družbaru postoji lift, toaleti nažalost nisu bez barijera.-

Querida gente,

el lunes 17 de noviembre lxs invitamos al Družbar* para nuestra noche de
solidaridad en apoyo solidario a un documental y a una familia.

Programa:

20:00 Comida para todxs
21:00 Karaoke con vino caliente (con y sin alcohol) y comodidad

Las donaciones de esta noche van a dos grupos:

Una parte será para un grupo de mujeres de color que recien han empezado
elaborar un documental. El documental aborda el racismo y la resistencia
desde la reunificación alemana. funciona como un espacio para personas
que viven el racismo en carne propia y tambien para visibilizar y dar
voz a una parte de la historia alemana que es ignorada.

La otra parte del dinero es para apoyar a una familia que vivió en la
escuela Gerhart-Hauptmann hasta su desalojo.

Vengan, lleven sus amigxs y empecemos la semana laboral con un
brindis!

*Družbar cuenta con elevador. Desafortunadamente, los baños no son
accesibles para sillas de rueda.

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh steht in Dessau vor Gericht!

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh steht in Dessau vor Gericht! *

Zwei Aktivisten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sollen sich ab
dem 27. November 2014 auf Drängen der Dessauer Staatsanwaltschaft
gemeinsam vor dem Amtsgericht Dessau – Roßlau verteidigen.

Dieser Prozess ist jedoch lediglich ein weiterer verzweifelter Versuch
der Polizei Sachsen – Anhalts gemeinsam mit der Dessauer
Staatsanwaltschaft gegen die Menschen vorzugehen, die nicht aufgehört
haben, nach der Wahrheit zu fragen!

Schuldig sind jedoch diejenigen, die Oury Jalloh ermordet haben,
diejenigen, die kollektiv schweigen und diejenigen, die innerhalb der
Polizeibehörden und in den Gerichtsverhandlungen die Aufklärungder
Todesursache von Oury Jalloh aktiv verhindert haben!

*Wir lassen uns durch Repression nicht einschüchtern und mundtot machen!
*
* Oury Jalloh – Das war Mord!*

Prozesstermine am Amtsgericht Dessau
Amtsgericht Dessau – Roßlau, Willy-lohmann-Str.33, Saal 123

Donnerstag, 27.November2014, 10:00 Uhr
Freitag, 12.Dezember 2014, 10:00 Uhr, Saal 224
Freitag, 19.Dezember 2014, 10:00 Uhr, Saal 224
Freitag, 09.Januar 2014, 10:00 Uhr, Saal 224

Aufruf zur Prozessbeobachtung in einem Fall von Racial Profiling. KOP ruft auf zur Solidarität mit Nuru H. am Mittwoch, den 19. November um 12:30

+++ BITTE WEITERLEITEN +++
Zeit: 19.11.2014, 12:30 Uhr
Ort: Wilsnackerstr. 4, Raum C 102, 10559 Berlin
Berlin, 17.11.2014: Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt und der Migrationsrat Berlin-Brandenburg rufen zur Prozessbeobachtung und Solidarität gegen rassistische Polizeipraktiken in Berlin auf.
Am 18. Juli 2013 beobachtet Nuru H., wie eine Person in der Glogauer Straße Richtung Wiener Straße von zwei Polizist_innen verfolgt wird. Kurze Zeit später sieht er dieselben Beamt_innen, wie sie sich angespannt umschauen. Als sie Nuru H. bemerken, rennen sie auf ihn zu und rufen „Stehen bleiben, Hände hoch!“. Nuru H. folgt der Aufforderung umgehend, die Polizist_innen legen ihm Handschellen an. Nuru H. fragt nach dem Grund für die Festnahme, doch die Beamt_innen antworten ihm nicht, drohen stattdessen, er solle ruhig sein und werfen ihn zu Boden. Nuru H. schreit, er bekommt Panik und fühlt sich gedemütigt. Vorbeikommende Passant_innen beobachten die Szene. Einige sprechen von Racial Profiling. Nuru H. wird aufgefordert seinen Ausweis zu zeigen. Es treffen weitere Polizeibeamt_innen ein, wovon einer anordnet, dass Nuru H. sofort mitgenommen werden solle.
Zeitgleich wird eine Gruppe von Schwarzen Männern durch Polizeibeamt_innen aus dem Görlitzer Park abgeführt, alle ohne Handschellen. Einige protestieren, als sie Nuru H. in Handschellen erblicken. Schließlich wird Nuru H. in einem Mannschaftswagen weggefahren.
Nuru H. muss sich nun wegen „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ vor Gericht verantworten, dabei hatte er lediglich die Arbeit der Polizei beobachtet.
„Wir verurteilen die grundlose Festnahme und Anklage von Nuru H.“, erklärt Biplab Basu von der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt, „Gerade in und um den Görlitzer Park werden regelmäßig Schwarze Menschen und andere ethnische Minderheiten Opfer von Racial Profiling. Sie werden verfolgt, festgenommen und somit kriminalisiert.“
Ansprechpartner:
Biplab Basu
Reach Out/ Ariba e.V. & KOP
Tel.: 030/ 695 683 44; Mob.: 01795441790
E-Mail: biplab_basu@reachoutberlin.de

EINLADUNG ZUM KAMPAGNENSTART AM MO., 24.11., 17H, im Ballhaus Naunynstrasse

EINLADUNG – INVITATION
(english coming soon)

Ein Bündnis von Kulturschaffenden und weiteren UnterstützerInnen der von Flucht betroffenen Menschen in Berlin lädt herzlich ein:

Am Montag, dem 24.11.2014, von 17 – 20 Uhr im Ballhaus Naunynstrasse, Naunynstraße 27, 10997 Berlin-Kreuzberg, starten wir eine Kampagne zur Unterstützung der Geflüchteten in Berlin, der Leute vom Oranienplatz, der BewohnerInnen der Gerhard-Hauptmann-Schule und der Kriegsflüchtlinge und ihrer Familien. Wir laden Interessierte und Unterstützer aus allen Bereichen der Berliner Zivilgesellschaft ein und stellen konkrete Ideen, Initiativen und politische Aktionen vor, die gemeinsam und im Sinne eines humanen und respektvollen Umgangs mit Geflüchteten in Berlin agieren.

Für das Bündnis:
Grips Theater, Ballhaus Naunynstrasse, Theater an der Parkaue, Maxim-Gorki-Theater, Schlesische 27, Jugendtheaterbüro Moabit, Asyl in der Kirche, Republikanischer Anwaltsverein, Bündnis gegen Rassismus u.v.a.

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